Sonntag, 16. September 2012

Schlangenfluch von S.B. Sasori

Schlangenfluch
S.B. Sasori


Klappentext
Samuel Mac Laman ist ein faszinierender Mann. Und ein faszinierend schöner Mann. Als der Kunststudent Laurens Johannson ihm zum ersten Mal begegnet, möchte er ihn zunächst nur porträtieren. Aber der Mann mit den Honig farbenen Augen, der selbst im Sommer nur hochgeschlossene Kleidung trägt, weist ihn ab. Durch ein Unglück erkennt Laurens schließlich den Grund, warum Samuel zu jedem Fremden Distanz wahrt. Ein Teil seines Körpers ist mit einer hochsensiblen Schlangenhaut überzogen.
Zum Buch
Samuel ist anders als andere.....sanfte dunkle Schimmer zeichnen sich unter seinem Shirt ab und rein optisch ist er eine Augenweide. Leider hat er vorerst keine Ambitionen sich nach einem Partner umzusehen, doch sein Bruder macht ihn auf Laurens aufmerksam. Und so schräg Raven auch sein mag, scheint er ein Gespür für Menschen zu haben. Doch Laurens Vater ist Wissenschaftler und Samuels Geheimnis schon auf der Spur....
Spannung
Gleich am Anfang wird eine enorme Spannung erzeugt, an der Samuels Bruder Raven nicht unschuldig ist. Dadurch das die drei Geschwister Ian, Raven und Samuel ein düsteres Geheimnis umgibt, hat eigentlich jedes Zeile schon eine gewisse Anspannung die aber je nach Geschehen immer wieder angezogen wurde. Langweilig wird einem beim Lesen hier nicht.
Charaktere
Dieses Mal haben wir es mit einem Geschwister Trio zu tun das, denke ich, unterschiedlicher nicht sein könnte. Doch während Samuel eingehend beschrieben wurde und man genau nachvollziehen kann, warum er Trauer, Wut und Lust empfindet, so blank sind noch weitere Personen die hoffentlich im 2. Teil mehr Beachtung finden. Die Autorin hat hier nur Ansätze offenbart was uns Lesern noch einigen Spielraum nach oben lässt, besonders was Raven angeht.

Schreibstil
Detailreich, hocherotisch, ansprechend, so würde ich ihren Stil hier beschreiben. Ich finde die erotischen Szenen mit Hingabe beschrieben aber dennoch nicht zu vulgär. Die richtige Mischung aus Erotik und Fantasy scheint gefunden! Man kann der Geschichte leicht folgen und wird nicht durch unlogische Wendungen oder grammatische Versuche in die Irre geleitet. Hier besticht wirklich ein leicht zu folgender Stil, der ganz ohne Fremdwörter auskommt und sich trotzdem ausdrücken kann.
Meine Meinung
Was ich denke? Ich bin überrascht. Ich hab eine Reise unternommen in eine Welt mit der ich so noch nicht konfrontiert wurde. Männerliebe wurde hier als einfach und total unkompliziert dargestellt. Da machte ich mir wirklich mal Gedanken was ich eigentlich so darüber denke.....aber wenn man liebt dann denkt man sicher auch nicht so quer über Männer oder Frauenliebe, es passiert einfach. Ich finde es zusammen mit dem Fantasyanteil super kombiniert, ich hab mich nicht zurückgeschreckt gefühlt beim lesen, da hatte ich Bedenken vor dem Ausflug in dies Literatische Vergnügen. Ganz im Gegenteil, nun giert es mich nach mehr!
Zur Autorin
Swantje Berndt wurde 1970 in Kassel geboren, zog während des Studiums in Deutsch und Chemie von Göttingen nach Berlin, um schließlich in einer hübschen Kleinstadt im Teltow Fläming mit ihrem Mann, ihren drei Kindern, zwei Beaglen und einem rotgetigerten Kater Wurzeln zu schlagen. Zwischen Rapsfeldern, Windrädern und einem endlosen Horizont werden die Geschichten von bedingungsloser Liebe, tödlicher Gefahr und dem Streben nach unbegrenzter Freiheit gesponnen und zu Romanen verwoben, die über bedruckte Seiten den Hauch des Fantastischen in die reale Welt tragen. Neben dem Schreiben interessiert sich die Autorin für Tanzen, Yoga, gute Geschichten mit tiefen Gefühlen und alles, was ihr Einblick in die Seelen und Gedanken der Menschen und damit ihrer Helden verschafft.

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