Dienstag, 16. Oktober 2012

In Ewigkeit, Amen von Susanne Hanika

In Ewigkeit, Amen
Susanne Hanika

In Ewigkeit, Amen von Susanne Hanika
288 Seiten
ISBN: 978-3866122598
Preis: 18,95€
http://www.piper-verlag.de/pendo/index.php




Klappentext
Wenn die Verwendung von Fertigsuppen eine Sünde ist, Weihwasser in Limoflaschen abgefüllt wird und Bratwürstchen nur an bestimmten Tagen auf den Tisch kommen, lässt das auf eigenwillige kirchliche Sitten schließen. Doch hätte das niemanden gestört, wenn da nicht der Tote an der Orgel gewesen wäre. Leichenfunde belasten eine junge Beziehung sicher ungemein, denkt Lisa Wild, als sie neben ihrer Großmutter in der Kirche vor dem toten Dorforganisten steht. Denn ihr Freund Max ist Kommissar und soll in dem Mordfall ermitteln. Dabei ist er ein Auswärtiger in dem erzkatholischen bayerischen Dorf und weder der dortigen Sprache mächtig noch mit den lokalen Gebräuchen vertraut. Zumal dies nicht der erste Kirchenmusiker ist, der in dem Ort ein gewaltsames Ende findet. Und weil Lisas Großmutter auch beim letzten Mal irgendwie an der Sache beteiligt war, wird sie zwangsweise zur Verdächtigen. Als Oma und Enkelin schließlich immer mehr ins Zentrum der polizeilichen Ermittlungen geraten, beschließt Lisa, die Sache selbst in die Hand zu nehmen – und schon bald gerät sie in tödliche Gefahr …
Zum Buch
Lisa Wild wohnt mit ihrer Großmutter in einem kleinem katholischen Dorf. Alles recht eingefahren dort, doch dann herrscht rege Aufruhr, denn der Dorforganist wird tot auf der Kirchenorgel gefunden, erstochen! Es gab schon mal einen Fall in dem Dorf, auch ein Organist, der auch ein jehes Ende fand und immer mittendrin ist fällt der Name von Lisas Großmutter.
Die Krönung ist, als ihr Freund Max,ein Kommisar, anfängt auch gegen sie selbst zu ermitteln, so das Lisa nur noch die Chance sieht selbst den Mörder zu finden, da die Beamten ja so gar keinen Plan vom Dorfleben und ihren Tücken haben.
Spannung, Schreibstil, Charaktere
Die Autorin Susanne Hanika ist hier in die Bayrische Dorfwelt abgetaucht, die nach einem bestimmten Schema geführt wird. Jeder weiss was über den anderen, der macht mit dem, und warum den Die nicht mit XY zusammen ist, oder was es gestern bei Fam. Maier zum Essen gab.
Ich empfand diese Wiedergabe des Dorflebens als total realistisch. Ich komme selber aus einem Dorf und es gibts nicht schlimmeres, als wenn jeder weiss, wann man arbeiten geht, duscht oder isst. Ich beobachte das aber eher bei der älteren Generation. Durch die realistische Wiedergabe, kam die Spannung greifbar rüber, ich fieberte mit Lisa mit, schmunzelte wenn ihr Freund manches einfach nicht verstand, was für sie selbstverständlich ist.
Ich finde die Charaktere sehr schön beschrieben, vor allem die Großmutter, ich kam nicht umhin mir beim lesen einen wegzugrinsen, obwohl ich wohl in Lisas Stelle auch am liebsten geplatzt wäre.
Das Buch ist aus Lisas Sichtweise geschrieben und beschreibt genau was ihr durch den Kopf geht. Durch den bayrischen Sprachgebrauch bekam das Buch einfach die richtige Würze, bei manchen Wörtern musste zwar wirklich überlegen aber meistens fiel der Groschen, wenn auch teils, Pfennigweise :-)
Mein Fazit
Man nehme einen guten Schwung Humor, einen Kriminalfall der Extraklasse und eine Autorin die über einen sicheren und leicht lesbaren Schreibstil verfügt und "Voila"
Ein geniales Buch ist geboren. Ich kenne die Autorin von den Jugendbüchern, die sie zusammen mit ihrer Schwester schreibt und war wirklich neugierig wie der Stil ist, wenn sie alleine schreibt. Ich bin positiv überrascht, wirklich, der Autorin liegt also nicht nur die Jugend Fantasy sondern kann sich auch sehr sicher in einem anderen Genre bewegen. Ich bin gespannt was da die Zukunft noch bringt!

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