Freitag, 25. Oktober 2013

[Rezension] Lost Places - Johannes Groschupf



Titel: Lost Places
Autor: Johannes Groschupf
Genre: Jugendthriller
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-8415-0248-3
Erscheint im November 2013

Klappentext
Verfallene Gebäude und verlassene Plätze - ein Roman mit Sog!
Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald ein riskantes Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, vermuten sie, dass die Motorradgang Bandidos dahintersteckt. Und dann wird es plötzlich so richtig gefährlich ...
Atemraubend. Unheimlich. Fesselnd. Tauchen Sie ein in die verborgenen Lost Places!

Über den Autor

Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Amerikanistik. Heute lebt er als freier Journalist in Berlin und schreibt für Die ZEIT, die FAZ, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung u.a. Er hat bereits zwei Romane für Erwachsene veröffentlicht und erhielt 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis für das NDR-Feature „Der Absturz“.

Cover
Dyster, mystisch und geheimnisvoll, das sind die ersten Gedanken die mir zu diesem Cover in den Sinn kommen.
Man erkennt alte, verfallene Gemäuer, um welche Bauwerke es sich genau handelt weiß ich leider nicht. Kann sein dass sie real sind, da ich aber leider nie in Berlin war...Fenster zerschlagen, Unordnung und Verwüstung, so schauen sie aus, sehr traurig :( Man bekommt schon mal einen guten ersten Eindruck, worum es in dem Buch gehen wird.

Schreibstil & Spannung
Der Autor schafft es, den Leser schon im Prolog komplett in seinen Bann zu ziehen. Andere, kursive Schriftart, man merkt sofort, hier ist etwas besonderes. man kann kaum Luft holen da es direkt voll losgeht in der Story.
Dieses hohe Level wird aber nicht komplett durch das Buch gehalten. Zwischendurch entspannt es sich auch ein wenig, man kann mal etwas durchatmen, dann zieht es wieder merklich an, also eine ständige Berg und Talfahrt erwartet uns. Genau so soll es sein, man ist mitten in der Story drin, mag es nicht mehr aus der Hand legen da man erfahren muss, wie es den Jugendlichen ergehen wird.

Charaktere
Fünf Freunde, die unterschiedlicher nicht sein können:
Kaya, sie schaut aus wie ein Modepüppchen, gibt das geld Ihrer Eltern wahllos aus, hat aber trotzdem was im Kopf. Ihrer scharfen Zunge mag man ehrlich gesagt nicht begegnen ;)
Moe, immer in der Nähe von Kaya anzutreffen. Sie ist eine recht stille Person, kann aber sehr gut zuhören wofür sie von den anderen respektiert wird.
Chris, der Kerl mit der immensen Ausstrahlung, dem stetigen Lächeln auf dem Gesicht und von Mädels umschwärmt. 
Steven, wird öfter mit einer watscheligen Ente verglichen, gleicht einem Nerd und ist einfach nur ein liebenswerter Kerl. Er geht 2x die Woche in einer Kneipe arbeiten.
Lennart, das bin ich, der Erzähler der Geschichte. Mein unverkennbares Markenzeichen ist die Kapuze, nenne sie meine Tarnkappe!
Jeder der Charaktere ist liebevoll ausgearbeitet, gut beschrieben und man kann sich in die Situationen der einzelnen Jugendlichen gut hinein versetzen!

Meine Meinung
Ein klasse Jugendthriller der einen sofort in den Bann zieht. Der Einstieg im Prolog wurde klasse ausgewählt, man kann es danach nicht mehr aus der Hand legen.
Das Buch erzählt die Geschichte von 5 Freunden in Berlin, tagsüber normale Teenies, nachts steigen sie in alte, verfallene Gebäude ein, sind so genannte Urban Explorer. 
Sie wissen durchaus, dass sie sich mit solchen Aktionen selber in Gefahr bringen, aber es scheint eine Sucht zu sein, treffen ungewöhnliche Personen, sind sie immer auf der Seite der Jugendlichen? Was werden sie alles nachts erleben und wird es Konsequenzen für sie haben?
Was ich toll fand, es war sehr realitätsnah. Die Handlungen der Clique waren für mich sehr gut nachvollziehbar und nicht an den Haaren herbei gezogen. Genau solch ein Verhalten wird man bestimmt in vielen Städten mit solchen Gebäuden finden, der Reiz des Unbekannten. Jugendliche sind einfach neugierig, wissbegierig und können leider manchmal die Gefahren nicht abschätzen die sich aus Ihrem handeln ergeben. Orte wurden gut beschrieben so das auch nicht Berlin Kenner sich einen guten Eindruck verschaffen konnten.

Fazit
Ein spannender Jugendthriller der auch vor ernsthaften Themen wie Drogen, Gangs und Gruppenzwang nicht zurückschreckt. Es wurde nicht drum herum geredet sondern die Sachen klar auf den punkt gebracht. So kann man vielleicht später sagen: Denkt erst nach bevor ihr was macht!

Sterne
5/5

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