Sonntag, 17. November 2013

[Rezension] Speechless - Hannah Harrington

Titel: Speechless - Sprachlos
Autor: Hannah Harrington
Genre: Jugendbuch
Verlag: Darkiss - Mira Taschenbuch
ISBN  978-3-86278-903-0
 
Klappentext

Neuigkeiten verbreiten, über andere reden Gossip-Girl Chelsea liebt es. Als sie auf einer Party Zeugin einer intimen Situation wird, erzählt sie natürlich allen davon. Mit schrecklichen Folgen: Ihr Freund Noah wird so zusammengeschlagen, dass er im Koma landet; die Polizei ermittelt; und Chelsea wird von allen gemieden. Um ihren Fehler nicht zu wiederholen, legt sie ein Schweigegelübde ab, genau wie der buddhistische Mönch, über den sie gelesen hat. Einen Monat will sie schweigen, in der Schule und zu Hause. Manche hassen sie dafür aber plötzlich öffnen sich in ihrer stillen Welt Türen: zu einem wunderbaren Jungen, zu Menschen, die ihr verzeihen könnten. Vorausgesetzt, sie kann sich selbst verzeihen.

Zum Buch

Chelsea spricht wie ihr der Mund gewachsen ist. Doch als sie angetrunken auf einer Party eine brisante Neuigkeit hinaus in die Welt trägt, ahnt sie noch nicht, was das für schwerwiegende Folgen nachsich ziehen kann, dies wird ihr unmittelbar nach der Reaktion bewusst.
Durch Selbstbestrafung versucht sie mit der Situation umzugehen und mit den Schuldgefühlen zu leben, aber ob ihr das gelingen wird?

Meine Meinung

Hannah Harrington hat sich mit einem brisantem Thema befasst, oder sollt ich sagen gleich mehreren?
Ob Homosexualität, oder Mobbing, bis hin zu der Frage, wie man in dem Fall mit der Wahrheit
leben kann.
Dieser Roman schildert äußerst Ausdruckstark eine Situation, die voll aus dem Ruder gelaufen ist, Von falschen Freunden und deren Rache wenn man seinem Bauchgefühl folgt und alles wieder ins Lot rücken will, angefangen mit der Wahrheit.
Oder einem Schweigegelübde.
Dieses Buch beschreibt genau diesen schweren, äußerst holprigen Weg von Chelsea.
Konfrontiert mit Verachtung im Alltag, Unverständnis, Bedrohungen und Gewalt.
Das sich in dieser Zeit die Spreu vom Weizen trennt wundert mich persönlich gar nicht.
Das Thema Freundschaft und zarte Liebe wird genauso thematisiert, liegt aber nicht im Vordergrund, so das man sich hier wirklich mit den Mobbinattacken auseinander setzt beim lesen. Es hinterlässt einen etwas fassungslos zurück und doch ist mir bewusst, das es leider sicher viel zu viel solcher Fälle an Schulen gibt.

Ein Roman zum Wachrütteln

Neben den gut beschriebenen Hauptfiguren erwartet den Leser hier ein leicht zu folgender
Schreibstil, der insbesondere für Jugendliche super verständlich und nachvollziehbar ist.
Spannend führt die Autorin durch die Szenerie und bis zum Ende ist man gefesselt von den Handlungen und ihrem Endergebnis.

Ich würde diesen Roman Eltern, Jugendlichen und Schulen empfehlen, wo das Thema Mobbing & Vorurteile schon mal ein Thema war, doch auch für zwischendurch, denn er ist auch gut geeignet um zu sensibilisieren, einfach auch seine Mitmenschen wieder anders und respektvoll wahrzunehmen.

5/5 Sternen

Infos zur Autorin

Hannah Harrington stammt aus Michigan, wo sie mit einem Hund und zu vielen Katzen wohnt. Wenn die junge Autorin nicht gerade schreibt, geht sie gern reiten, diskutiert über Politik, schaut sich Dokumentarfilme an und spielt – ziemlich schlecht – Gitarre. Mehr über Hannah Harrington unter hannahharrington.blogspot.com, facebook.com/hannahharrington und unter Twitter@hharrington.
Quelle: Mira Taschenbuch

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