Mittwoch, 19. Februar 2014

[Rezension] Zone C - Sebastian Caspar

Zone C
Sebastian Caspar





Titel: Zone C
Autor: Sebastian Caspar
Genre: Jugendbuch
Verlag: Klak Verlag
erschienen im:  Januar 2014
ISBN: 978-3-943767-23-0









Klappentext

Crystal Meth ist ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge ohne Anspruch, härter und billiger als Kokain, und damit passend für den Osten Deutschlands. Der 19jährige Sten lebt dort mit seiner depressiven Mutter in einer Kleinstadt und sein Alltag wird bestimmt vom Konsum der Droge und Erinnerungen an seine Freundin Asic, die zum Studieren in den Westen gegangen ist. Da Asic seither nichts mehr von sich hören lässt verliert sich Sten immer mehr in kalten, unverbindlichen Beziehungen. Halt auf seiner ziellosen Suche findet er nur in dem unbeschwerten Verhältnis zu seinem Freund Monti, der scheinbar naiv und sorglos in den Tag hinein lebt. Was Sten nicht weiß: Monti birgt ein dunkles Geheimnis, und er selbst befindet sich näher am Abgrund, als ihm bewusst ist.
Ein verstörendes Porträt einer Jugend, die, geprägt durch ihr marodes Umfeld, an der Wirklichkeit zu zerbrechen droht. 

Spannung, Schreibstil & Charaktere

 Sebastian Caspar hat sich hier an ein aktuelles Thema herangewagt. Gut wird beschrieben er wie stark man sich im Drogensumpf verlieren kann.
Spannend fand ich es aber ehrlich gesagt nicht, da immer wieder beschrieben wird, wie Sten an die Drogen kommt und man sich total wegdröhnt. Die kurzen Augenblicke, wo Asic eine Rolle spielt, waren mir nicht ausschlaggebend genug, um von einer steigenden Spannung sprechen zu können.
Die Beziehung zu ihr, wird vom Drogenkonsum doch arg verzehrt.
Gut kommt dagegen rüber, wie man sich unter Drogeneinfluss verhält, die veränderte Wahrnehmung zur Realität ist schon recht beängstigend.
Die Charaktere finde ich nur recht fade beschrieben und lassen keine rechte bildhafte Vorstellung zu.
Ich hatte beim lesen leider immer das Gefühl gehabt, mich im Kreis zu drehen, da sich die Abläufe wiederholt haben.
Zwar ist es ein brisantes Thema, an das sich der Autor hier gewagt hat, aber was will man damit aussagen? 
Die anhaltenden negativen Abläufe machen beim lesen keinen guten Eindruck, mir hätte vielleicht eher gefallen wenn es auch etwas persönlicher geworden wäre.
Die "Ich" Perspektive mag ich sonst recht gerne aber ich finde hier keine schönen Dialoge die mir bei dem Buch im Gedächnis geblieben sind.

Fazit

Leider kein Buch was ich euch empfehlen kann. 
2 Sterne weil ich die Thematik interessant finde und gut geschildert wird, wie "kaputt" man durch den Drogenkonsum werden kann.
Kraft- und antriebslos. Das kam sehr gut rüber.
Ansonsten leider für mich keine sehr gute Umsetzung.

 

Zum Autor
Sebastian Caspar, geboren 1977 in Weißenfels/Saale, lebt in Leipzig. Mehrere Jahre arbeitete er in Australien, Indonesien und China. „Zone C“ ist sein erster Roman.
www.sebastiancaspar.de

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