Mittwoch, 12. März 2014

[Rezension] Die unterirdische Sonne - Ani Friedrich






Preis: 16,99€ [D, Buch]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 336
Altersempfehlung: ab 16
Meine Wertung: 3/5
Reihe:
Verlag: cbt
ISBN-10: 3570162613
EAN: 978-3570162613










Am Rand der Nacht, in der Stille der Nacht allein
Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtslos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.
Friedrich Ani wurde 1959 geboren und lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Jugendbücher, Hörspiele und Drehbücher. Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach prämiert, u.a. mit dem Deutschen Krimipreis, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis. Friedrich Ani ist Mitglied des Internationalen PEN-Clubs.
Quelle cbt
Das Cover passt für mich auf den ersten Blick nicht zum Buchtitel, was es für mich interessant machte, mal hinter die Fassade zu schauen. Ich mag Schmetterlinge sehr gerne und durch die blutrote Darstellung bekommt das ganze doch irgendwie einen Mord-Charakter.
Wild durcheinander gewirbelter Haufen Jugendlicher verschiedene Altersklassen treffen hier aufeinander.
Leider kann ich hier nicht so viel sagen da die einzelnen Charaktere doch recht bedeckt beschrieben worden sind.




Ich fand den Stil des Autors eigentlich gar nicht so schlecht, aber ich hab während des Lesens die ganze Zeit den roten Faden gesucht und auch nach mehr als der Hälfte des Buches kaum einen Ansatz gefunden, was mir das Buch eigentlich sagen will.
Mir fehlte der komplette Hintergrund der Entführer, und auch die letztendliche Handlungsweise der Jugendlichen war für mich nicht nachvollziehbar.
Rachegelüste kennt jeder, ins solchen Ausnahmesituationen spinnt sicherlich der Kopf, aber wenigstens einer hätte sicher mal die die Polizei informieren können/sollen.
Auch die Ausgangssituation der Jugendlichen, wie sie nach der Entführung leben, ist für mich leider überhaupt nicht authentisch dargestellt.
Leider wurde es auch nicht wirklich spannend, die Situationen wiederholten sich und auch als der "Neue" dazu kam, trat nicht wirklich eine ernennenswerte Wendung ein.
Ich denke da der Roman ab 16 Jahren empfohlen ist, hätte man auch die Handlung oben im Haus auch Altersgerecht eingehen können. Dann wäre der Spannungsaufbau automatisch da gewesen, aber da weder Hintergründe zu den Entführern, noch zu den Kindern gegeben werden, blieb mir dieser Roman einfach viel zu blass.

Ein Buch, welches ich leider nicht wirklich weiterempfehlen kann. Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen, da aber an der Handlung und dem Hintergrundwissen gespart wurde, erwartete mich hier diesmal kein absolutes Lesevergnügen. Der sprichwörtliche rote Faden wurde nach einiger Zeit verschwommen und dann wirklich durchsichtig.
Was ich dem Roman noch positiv abgewinnen konnte, waren die kurzen Einblicke, in die Vergangenheit der Kinder, die gab einem, wenn auch dürftigen Einblick in das Kind vor der Entführung. Ich konnte einige Handlungsstränge nicht verstehen und konnte so das Buch auch nicht gedanklich abschließen, es lässt mich ein wenig nachdenklich zurück.
Intensivere und detailliertere Einblicke, hätten dem Buch sicher die besondere Würze gegeben, doch leider hat es hier nicht zu einem Gaumenschmaus gereicht.
Also, vielleicht verstehe ich auch einfach die Tiefgründigkeit des Buches nicht, aber ich würde hier nun keine besondere Empfehlung abgeben zum lesen.

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