Freitag, 16. Mai 2014

[Interview] Interview mit Christoph Werner


Interview mit Christoph Werner




Lieber Christoph Werner,



danke das sie sich Zeit für ein paar Fragen für Ka-Sas Buchfinder nehmen.

Ihr Buch „Marie Marne und das Tor zur Nacht“ werden wir in Kürze lesen,

doch schon jetzt bin ich etwas neugierig.



1.

Ich habe gelesen das sie Theaterregisseur sind und Leiter des Puppentheaters in Halle.

Wie kam ihnen da die Idee zu schreiben generell?

Ehe ich Theaterregisseur geworden bin, wollte ich Schriftsteller werden. Aber weil Bücher schreiben so lange dauert und Regie führen viel schneller geht, habe ich erst einmal Regie geführt. Das hat mir dann soviel Spaß gemacht und ich hatte damit soviel Erfolg, dass ich nur noch Theaterstücke geschrieben habe. Naja, und jetzt habe ich mich an meinen ersten Berufswunsch erinnert und mal wieder ein Buch geschrieben.



2.
Das Buch „ Marie Marne und das Tor zur Nacht“ hat viel mit dem Thema Schlaf zu tun.

Inwieweit haben Sie recherchiert und wo?

Ich habe mich viel mit Träumen beschäftigt, obwohl das schon lange her ist. In meinem Bücherregal stehen aber immer noch viele Bücher über Träume, die Klassiker von Freud und Jung ebenso, wie neuere Bücher. Ich habe auch mal ein Traumtagebuch geführt und versucht, die Träume aller Familienmitglieder zu deuten. Träume haben mich also schon immer fasziniert.




3.
Wie kam Ihnen die Idee zum Buch?

Zuerst war die Idee da, dass es jemanden gibt, der die Träume anderer Leute träumen kann. Dann kam die Frage auf, wie kann diese Gabe nützlich sein? Und darüber entstand in vielen, vielen, vielen Gesprächen die Idee der Firma All Day Industries.



4.
Eine der Hauptpersonen ist Mr. Phisto. Ich hab kurzzeitig die Überlegung gehabt,

das sie vielleicht eine Ableitung zu „Mephisto“ von Goethes „Faust“ schaffen wollen?

Dort spielt das Machtgehabe ja auch eine Rolle. Liege ich da komplett verkehrt?

Ja, Mr. Phisto ist ganz klar eine Ableitung von Mephisto. "Der Geist der stets verneint..., ... ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.



5.
Welche Leser wollen Sie mit dem Buch erreichen?

Ich glaube, Leser von etwa 10 Jahren an bis ins hohe Alter. Alle, die Spaß an solchen Geschichten haben eben. Das ist doch toll, wenn die ganze Familie das gleiche Buch liest und dann beim Abendbrot darüber spricht. Das würde mich glücklich machen. 



6.
Welches Buch lesen sie derzeit um warum gerade dieses?

Zur Zeit lese ich keinen Roman sondern ein Theaterstück "Der Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt. Das werde ich als nächstes inszenieren.



7.
Michael Ende – Ein Vorbild?


Obwohl ich beim Schreiben gar nicht sosehr an Michael Ende gedacht habe, ist er ganz klar ein Autor, den ich sehr bewundere. Ich habe schon einige seiner Bücher dramatisiert und auf die Bühne gebracht und alles von ihm gelesen. Ich mag seine Geschichten sehr.
 

8.
Schreiben sie schon an einem neuen Werk? Wenn ja um was geht es, welches Genre?

Nein, im Moment habe ich keinen neuen Stoff am wickel, aber ich bin auf der Suche. Mal sehen...



9.
Was möchten sie gerne ihren Lesern sagen?


Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt... (das ist aus Shakespears "Hamlet") Lasst Euch nicht von dem Nützlichkeitswahn der modernen Gesellschaft in die Enge treiben, das Leben bietet soviel mehr...

Liebe Grüße

Christoph Werner





Vielen Dank, das Sie sich meinen Fragen gestellt haben.

Wir wünschen auf weiteren Wegen viel Erfolg!



Viele Liebe Grüße



Katja von Ka-Sas Buchfinder


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