Dienstag, 19. August 2014

[Interview] Leser-Interview mit Stephanie Madea

Herzlich Willkommen zum Leser-Interview mit
Stephanie Madea

  
© Stephanie Madea @bookshouse

Unsere Leser konnten der Autorin bei den Lesenswerten Buchreihen wieder Fragen stellen. Diese sind nun super schnell beantwortet worden, so das wir euch die Antworten nicht lange vorenthalten wollen.




1 Bonnie
Ich würde gerne wissen, wie Stephanie zu der Idee zu Moonbow gekommen ist.
Hallo Bonnie!
Die Idee ist mir, wie so oft nicht beim Grübeln auf der Suche nach einer Eingebung für einen tollen Roman gekommen, sondern sie war plötzlich bei der Hausarbeit da. Deshalb habe ich sie auch in meiner Danksagung vom 1. Band verfasst, weil es ein winziger Funke war, der zu 740 Seiten Geschichte führte.
"Der Funke, der die Geschichte Moonbow in mir zum Glimmen brachte, entzündete sich im Sommer 2011, als mich die zyprische Sonne beim Wäscheaufhängen blendete und kurzfristig halb blind machte. Was wäre, wenn … Ich vermute, mit genau diesem Gedanken beginnen viele Ideen, doch selten packt es einen richtig und lässt einen nicht mehr los."
Moonbow – View – hat mich sehr beschäftigt und vollumfänglich vereinnahmt, als ich Ihre Geschichte niederschreiben durfte. Ihr Schicksal hat mich fasziniert wie geschockt. Ich liebe ihre Wandlung, die sie im Laufe des Buches vornimmt.


2 Anna M.
ich frage mich immer und immer wieder, ob einem die Idee zu dem Buch ganz plötzlich einfällt, also so im Sinne von einem Lichtblitz oder ob es wirklich viel Zeit braucht so etwas zu entwickeln ;)
Hallo Anna M.!
Ein wenig habe ich dazu schon bei Bonnies Frage beantwortet. Die ganze Idee zu einem Roman kommt einem natürlich nicht wie ein Lichtblitz zugeflogen, aber es ist „irgendetwas“ das mir schon wie ein Lichtblitz zugeflogen kommt, was sich dann mit viel Überlegung, Recherche und von Tag zu Tag während einiger Monate dann zu einer logischen Geschichte verknüpft.
Bei Moonbow war es der Gedanke: „Wie würde ich leben, handeln, wenn ich blind wäre?“


3 Janas Traumwelten
Ich frag mich, ob es eigentlich schwerer ist den ersten Teil einer Reihe zu schreiben, weil man ja komplett von vorne anfangen muss, oder den zweiten, weil man dann auch schon gewisse Erwartungen der Leser erfüllen möchte.
Hallo Janas Traumwelten!
Mir fällt es wesentlich leichter, einen Folgeband zu schreiben, weil einem die Charaktere und die Geschichte bereits sehr vertraut ist. Hat man 1-2 Jahre mit der Entwicklung und dem Schreiben eines Buches verbracht, so kann man recht leicht mit dem 2., 3. … Band weiterschreiben. Schwierig wird es dann wieder, wenn sich die Geschichte nach mehreren Bänden dem Ende zuneigt und ich sehr viele lose Fäden noch zusammenbringen muss. Ich mag es nicht, wenn es am Ende offene Geschichtsfäden gibt, Personen, deren Schicksal nicht zumindest einmal angedeutet wird. Dafür benötige ich meine umfangreiche Vorabplanung, um nichts und niemanden zu vergessen.
Allgemein würde ich sagen, ist der Beginn des Schreibprozesses das Schwierigste.
Wenn ich beim Schreiben eines Romans an die Erwartungen der Leser denken würde, würde mich das wahrscheinlich sehr hemmen. Natürlich denkt man sehr oft, ob es anderen auch gefallen wird, aber ich schreibe nach einer sehr gründlichen Vorplanung, wie es „aus mir hinaus aufs Papier fließt“.


4 Sunny
Welches ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? Haben Sie einen Autor den Sie gerne lesen?
Hallo Sunny!
Oje, das kann ich nicht beantworten, denn es gibt natürlich viele Bücher, die ich sehr, sehr gern gelesen habe und an die ich immer noch sehr gern denke. Eines von vielen möchte ich nennen. „Lover Awakened“ (Mondspur & Dunkles Erwachen) von J. R. Ward ist ein Roman, der mich sehr berührt hat.
Ich lese grundsätzlich immer etwas Neues und so kommen hier und da wundervolle Autoren dazu, die ich gern lese. Es gibt keinen Einzelnen, den ich bevorzuge.


5 Sinita tells
Wie lange haben sie an Band 1 geschrieben?
Hallo Sinita tells!
Im Sommer 2011 sprang mich die Idee zu Moonbow an und ich fing gleich nebenbei mit dem Konzept, der Ideensammlung und der Charakterentwicklung an. In 2012 erschienen drei Romane unter meinem Pseudonym Madea (Night Sky & A.M.O.R.), somit musste ich mich noch bis ungefähr in den Herbst 2012 gedulden, bis ich Zeit fand, mit „Auge um Auge“ zu beginnen. Ich habe neben meinem Hauptberuf also ungefähr 1 Jahr an dem 1. Band geschrieben.


6 Stephi
Wie gehst du bei der Namensfindung der Protagonisten vor?
Hallo Stephi!
Sehr unterschiedlich. Einige Namen sind da, bevor ich überhaupt weiß, wer genau dieser Protagonist ist. Namen können auch den Charakter bestimmen.
Oft sehe ich mir Listen von Namen aus dem Jahr/Jahrhundert, aus dem Land an, in dem die Figur geboren ist.
Ich mag gern ausgefallene und kurze Namen. Oft verändere ich „normale“ Namen noch ein wenig, damit sie interessant werden und einprägsamer, besonderer.
Views Name war innerhalb weniger Tage nach „dem Ideenfunke“ da.


7 Moni
Ist das Schreiben ein fester Bestandteil in Ihrem Tagesablauf oder scheiben Sie, wann immer Sie die Muse küsst?
Hallo Moni!
Leider schaffe ich es aufgrund meines Hauptberufes nicht, regelmäßig das Schreiben in meinen Tagesablauf einzuplanen. D. h. ich schreibe, wann immer ich mir ein wenig Zeit dafür freischaufeln kann. Gern nachts, wenn alles schläft.


8 Lisa
Mich würde interessieren, ob die Autorin glaubt, dass es die in ihrem Buch beschriebene Welt in unserer realen Welt wirklich einmal geben könnte, dass es also wirklich einmal Leute gebe könnte die solche Kräfte haben und dass wir so weiterentwickelt sind, dass nahezu alles möglich ist.
Hallo Lisa!
Ja!
Ich habe Moonbow immer „die Dystopie, die keine ist“ genannt. Etwas paradox, ich weiß. Wenn man Moonbow liest, denkt man oder könnte man denken, dass die Geschichte in der (nahen) Zukunft spielt. Tut sie aber nicht. Sie spielt absichtlich in unserer Gegenwart.
Ich denke, es gibt viele Kräfte, die der Mensch nicht verstehen kann und er sie deshalb als anderes (Krankheiten, Spinnerei, Lügen …) abtut. Andererseits gibt es viele Menschen, die nur Geld mit Angst oder Glaube oder „Gaben“ machen wollen. Jeder muss für sich entscheiden, was er zu glauben bereit ist.
Zu deiner Frage, liebe Lisa, passt mein Nachwort in Band 2.
Ich hoffe, dass es eine View auf dieser Welt gibt!


9 Thousandlifes
wie man auf so eine außergewöhnliche Idee kommt?
Hallo Thousandlifes!
Danke, dass du meine Idee außergewöhnlich findest. Das freut mich sehr! Die Frage nach der Idee habe ich bereits weiter oben Bonnie und Anna M. beantwortet.
Ich bin immer auf der Suche, nach etwas, das es noch nicht gibt. Das ist nicht nur nicht leicht, das ist total schwierig, denn irgendwie gibt es alles schon. Deshalb versuche ich, ungewöhnliche Wege zu gehen, Seltsames miteinander zu verbinden und eben etwas Außergewöhnliches zu formen. Oft ist das ein Prozess von mehreren Monaten mit Auf-einer-Idee-herumkauen.


10 Insi
Also mich würde interessieren, ob sie bestimmte (Schreib-)Rituale hat, mit denen sie sich einstimmt oder die ihr helfen, wenn sie mal irgendwo festhängt. :)
Hallo Insi!
Wenn ich irgendwo richtig festhänge, dann liegt das zumeist an einem Fehler im Charakter. Ich lasse mich sehr stark von den Figuren leiten. Sie sind ich, ich bin sie. Und wenn ich irgendwo hänge, hängt die Figur, weil sie gegen ihren Willen, gegen ihre Überzeugung oder Ähnlichem handeln soll. Das funktioniert im wahren Leben ebenso wenig wie bei mir beim Schreiben.
Ich nehme mir den Charakter vor und überlege, was in seinem Leben, seinen Erfahrungen, seinen Verbindungen zu anderen nicht stimmt, warum ich mit der Szene nicht weiterkomme. Schreiben ist für mich -> Gefühl. Ich kann nur nach meiner Überzeugung handeln und mein Prota ebenfalls.
Wenn man es Ritual nennen möchte, dann gehen ich zuerst logisch vor, wenn ich in einer Szene festsitze und mir nichts Sinnvolles einfallen will oder ich mit dem Geschriebenen nicht zufrieden bin. Sehr oft läuft es wieder wie am Schnürchen, sobald ich den „Fehler“ im Charakter gefunden und ausgemerzt habe. Ich/die Figur kann wieder frei atmen, fühlen und läuft dann einfach in der Szene weiter und ich versuche, mit dem Tippen der Handlung nachzukommen.




11 Verena normalistlangweilig
Die Cover sehen wunderschön aus. Daher meine Frage: wer hat sich diese ausgedacht und sind die Haustiere auch manchmal eine Anti-Stress-Hilfe?
Hallo Verena!
Ich liebe sie ebenfalls. Eyecatcher – im wahrsten Sinne des Wortes.
Der bookshouse-Verlag hat diese teilweise nach meinem Wunsch gestaltet und ich bin nach wie vor verliebt in diese Cover!
Meine Tiere sind auf jeden Fall eine Anti-Stress-Hilfe. Mein 9 Monate junger Siberian Husky „Blue“ und mein 4 Monate junger Englisch Pointer „Ty“ halten mich gut auf Trab. Dazu habe ich 4 Katzen (Jynx, Sookie, Filou, Luna) und eine sehr junge Katze gerade in Pflege.
Meine 6 bereichern mein Leben jeden Tag!


12 Tiana Loreen
Stephanie Madea arbeit ja als Nebenberufliche Schriftstellerin und mich würde es interessierne, ob da nicht die Gefahr ziemlich groß ist, dass man sich ablenken lässt? Wenn man "einfach so" schreibt und keine Pflichtabgabe hat (wie vor Band 1) besteht die Gefahr, dass man das Projekt aus die Augen verliert. Wie hat sie es geschafft, ihr Ziel zu erreichen? Hat sie sich einen Terminplan geschreiben oder war sie so zielstrebig, das Buch ohne Hilfsmittel zu vollenden?
Hallo Tiana Loreen!
Nebenberuflich heißt bei mir nicht, dass ich keine Abgabetermine habe. Ich habe einen Hauptjob und neben diesem arbeite ich als Schriftstellerin. Teilweise schreibe ich Romane, die bereits vorab von einem Verlag angenommen worden sind, teilweise schreibe ich Romane, weil ich sie schreiben will und biete sie danach oder während des Schreibprozesses an.
Ich bin ein viel zu disziplinierter Mensch, als dass es mir passieren könnte, ein Herzensprojekt aus den Augen zu verlieren. Wenn ich etwas will, dann beende ich es auch. Einen Terminplan schreibe ich mir nicht, weil oft die Pflicht (Hauptjob, Haushalt, Einkaufen …) dazwischenkommt, aber mein Ziel steht mir immer klar vor Augen – auch wenn ich keinen Abgabetermin habe.


13 Bianca
Woher nehmen Sie Ihre Inspirationen und welches Genre lesen Sie selbst am liebsten? =)
Hallo Bianca!
Inspiration kann für mich alles sein. Vor allem die kleinen, unscheinbaren Dinge im Alltag. Ein besonderer Stein am Straßenrand, eine winzige Blume, die jeder übersieht, ein Gedanke, den der warme zyprische Wind vorbeigetragen hat. Meine Tiere inspirieren mich oft zu aberwitzigen Szenen. ^^ Ab und zu inspiriert mich Musik, die ich einsetze, um mich in eine bestimmte Stimmung zu versetzen - passend zu einer Szene.
Oft sind es Gedanken – woher sie auch kommen – die mich zu einer Charaktereigenschaft inspirieren, die wiederum das Geschehen leicht ändert. Ein faszinierender Prozess.
Ich lese sehr gern Paranormal Romance-Romane und Romantic Thrill – das, was ich auch schreibe. Ebenso lese ich Fantasy, Contemporary und Thriller.


14 Jasi Ich
Hatten Sie schonmal eine Schreibblockade?
Hallo Jasi Ich!
Nein. Ich denke nicht, dass es so etwas wirklich gibt. Jeder muss das für sich herausfinden, aber ich finde, eine sogenannte Schreibblockade ist eine Ausrede, um sich nicht zum hundertsten Mal mit einer Szene, einem Charakter oder sonst etwas auseinanderzusetzen, das Problem zu lokalisieren und es anzugehen. Es ist leichter, zu sagen, es geht gerade nicht, ich kann gerade nicht … weil Schreiben eben doch Arbeit ist.
15 Serenity3181
War es schon immer ihr Wunsch Schriftstellerin zu werden?
Hallo Serenity3181!
Jein. Ich habe mit 13 Jahren angefangen, Romane zu schreiben und während der folgenden Jahre habe ich aber immer geglaubt, ich bin nicht gut genug. Erst um die 20 herum habe ich mir meinen ersten Roman geschnappt und diesen einige Male (hatte mal an die 1000 Seiten) umgeschrieben und neu geschrieben, um zu lernen. Von da an habe ich das Thema „Autor“ sehr ernst genommen und täglich an mir und meinem Wissen gearbeitet und wollte Schriftsteller werden.


16 Pelisa
Ich frage mich echt, was deine Muse ist, so schöne Bücher zu schreiben. Was inspiriert dich? Sitzt du in deinem Arbeitszimmer und nimmst dir vor zu schreiben, oder bist du draußen unterwegs, und hast plötzlich einen Geistesblitz? Hast du immer Block und Stift dabei? Fragen über Fragen.
Hallo Pelisa!
Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich freue mich sehr darüber! Was mich inspiriert, habe ich hier in einer Frage von Bianca bereits beantwortet. Zumeist sitze ich im Büro an meinem Schreibtisch, sehe auf dem Bildschirm und sehe, fühle, schmecke, rieche die momentane Szene vor meinen Augen ablaufen und schreibe sie nieder. Ich brauche weder eine schöne Aussicht (die ich habe, wenn ich aus dem Fenster sehe ) noch irgendetwas um mich herum. Am besten völlige Ruhe und Entspanntheit. Dann läuft ein Film in mir ab und ich schreibe nieder, was die Person, der Perspektivträger, fühlt und denkt.
Ab und zu schreibe ich auch auf dem Laptop irgendwo anders. Im Bett, auf der Terrasse, auf einer Wiese im Grünen, im Flugzeug oder im Wohnzimmer. Aber eigentlich ist es egal, wo ich bin, weil ich mich in die Welt meiner Figur versetze und eh viel spannendere Dinge unternehme und an tolleren Orten bin, wenn ich schreibe.
Bei mir zu Hause liegen überall Block und Stift herum, ja. In meinen Planungsphasen ist es sehr schlimm. Da überfallen mich ab und zu Idee und ich MUSS sie sofort aufschreiben.


17 Lienne
Also ich würde gern wissen an welchem Ort die Autorin am liebsten schreibst?
Hallo Lienne!
Am liebsten schreibe ich dort, wo völlige Stille herrscht, damit ich ganz tief in meine Geschichte abtauchen kann.


18 Rebecca Reiss
Was kommt beim Schreiben zuerst? Die Charaktere oder die Geschichte?
Hallo Rebecca Reiss!
Sehr gute Frage. Das ist sehr unterschiedlich. Inzwischen habe ich 8 belletristische Romane veröffentlicht und jegliche Reihenfolge ist vorgekommen. Zumeist würde ich sagen kommt zuerst die Idee, der Funke. Dann das Grübeln, ob sich so eine Geschichte lohnt, ob sie mich packt und schon sind die erste Charaktere in meinem Kopf, die mich beschäftigen und berühren. An ihnen arbeite ich danach, den meine Bücher bauen auf tiefgehenden Menschen auf, die alle eine Vergangenheit haben. Ohne sie würde ein Funke schnell verblassen.


19 Sarah fvh
Wie sind sie auf solch ein Cover gekommen den ich finde es echt schön und wer fertigt die eigentlich an ;)??
Hallo Sarah fvh!
Die beiden Cover hat mein Verlag (www.bookshouse.de) entworfen und gestaltet. Ich habe lediglich vorab ein paar Ideen geäußert und ihnen meine Lieblingsfarbe Blau empfohlen.
20 Eien Masquerade
welche Schauspieler wären für ihre Protagonisten ideal, falls die Bücher jemals verfilmt werden sollten? :)
Hallo Eien Masquerade!
Uiii, schwierig. Ich habe immer meine eigenen Vorstellungen und selten einen Schauspieler zur Hand, der so richtig auf MEINE Figur passt.
Meine View wäre eine Mischung aus Emma Watson und Ellen Page.
Und Zac vereint Shia LeBeouf und Zac Efron.
Wann ist das Autoren – Schauspielertreffen?



21 Lara Kx
Meine frage wäre wieso sie gerade in die Richtung des Romantic Thrill Bücher schreibt, wie sie dazu kam?

Hallo Lara Kx!
Ich liebe die Liebe. Ich finde, dass die Liebe Dreh- und Angelpunkt von allem ist – oder besser – sein sollte. Liebe zu den Eltern, Geschwisterliebe, die Liebe zu Tieren und natürlich die Liebe zum Partner. Dazu gehören Enttäuschungen, Verrat, Missgunst, Vertrauensmissbrauch, eben Menschen, die diese Liebe schamlos ausnutzen. Stoff für mitreißende Geschichten. Eine Geschichte ohne Liebe oder ohne Spannung kann ich mir für mich nicht vorstellen. Und da ich keine platten Pornos schreibe, gehört zur Liebe natürlich auch die Romantik. Ich mag es sehr, wenn sich die Paare nach langem Hin- und Her endlich, endlich in die Arme schließlich können, weil eine gefährliche Situation gemeinsam gemeistert worden ist.


22 Sabrina Ehrlich
Auch wenn ich bei Lara was von Romantic Thrill lese liest sich die Kurzbeschreibung eher wie Dystopie - Fantasy - Erotic.
Wo beginnt die Grenze, welchem Genre kann man die Reihe nun am besten zuordnen und wieso. Also nicht warum sie das schreibt (das würde mich auch interessieren aber fragte ja Lara schon) sondern wieso für sie dort die Grenze liegt.

Ich frage, weil ich vor kurzer Zeit mich auf Spurensuche begeben habe nach Genre, Subgenre und Bedeutung. Es wird für mich (anderen geht es da vielleicht auch so) bei einem Buch immer schwerer zu erahnen was es für ein Genre ist. Zumal immer mehr herausgestampft, aber auch vermischt werden.
Hallo Sabrina Ehrlich!
Eine sehr interessante Frage. Und recht hast du, ich würde auch sagen, dass meine Moonbow-Dilogie kein gewöhnlicher Romantic Thrill-Titel ist. Aber die wichtigen Elemente eines romantischen und spannenden Romans hat die Geschichte natürlich schon. Dazu kommt ein Hauch von Mystik, ein Thema, das ich absichtlich in diesen realistischen Roman eingebaut habe, um dieses Thema mehr Bedeutung zu verleihen. Mehr möchte ich auf diesen Teilbereich nicht eingehen, weil ich zu viel verraten würde.
Eine Dystopie ist Moonbow nicht, weil sie im Hier und Jetzt spielt, aber beim Lesen könnte man ab und zu denken „gibt es das schon?“, „ist das Zukunftsmusik?“. Auch dies ist ein beabsichtigter Effekt.
Jaaa, es gibt auch erotische Momente. Für mich gehört das „Liebe machen“ zur Liebe dazu.
Moonbow ist eine sehr spannende, mit überraschenden Wendungen aufwartende Liebesgeschichte mit jungen, hochbegabten Erwachsenen, die über sich hinauswachsen müssen, um zu überleben und um zu versuchen, „die Welt zu retten“.


23 Sjule
Ich würde fragen, ob es schwer ist ein Teil einer Reihe zu schreiben, da die Gefahr, dass man im Folgeband zu viel wiederholt ( grade wenn die Teile mit Abstand erscheinen) um vergangenes zu erklären doch sehr hoch ist ?
Hallo Sjule!
Ich habe bereits eine Trilogie geschrieben, bei der ich in den Folgebänden andeutungsweise wiederholt habe, was im Band davor geschehen ist. Das umfasste aber meist nur wenige Seiten im Laufe des gesamten Romans.
Moonbow ist eigentlich eine Geschichte, die mit 750 Seiten einfach nur zu lang für ein gedrucktes Buch war und deshalb eine Dilogie geworden ist. Ich habe hier nichts wiederholt, weil die Geschichte nahtlos mit Band 2 weitergeht und danach endet.


24 Micha
Meine Frage ist: Wie lange hat es gedauert beide Bücher zu schreiben?
Hallo Micha!
Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung von Band 2 hat es – Sommer 2011 bis July 2014 – 3 Jahre gedauert. Das Konzipieren und Schreiben hat ca. 2 Jahre gedauert.
25 Fiorella Caravagh
Und das jemand sein Augenlicht verliert...sehr ungewöhnlich, daher ist meine Frage an die Autorin: "Wurdest du selbst mit dem Thema Blindheit bereits konfrontiert durch Familie oder Freunde oder selbst?"
Hallo Fiorella Caravagh!
Eine schöne Frage. Nein, ich habe ehrlich gesagt noch nie mit einem blinden Menschen zu tun gehabt. Ich trage eine Brille und kann dementsprechend nachvollziehen, wie es ist, schlecht zu sehen, aber das Blindsein entspricht meiner Vorstellung und meinen Recherchen.
26 Anonym
Ich würde die Autorin fragen, wieviele Teile sie für die Moonbow-Reihe geplant hat.
Hallo Anonym!
Moonbow ist eine Dilogie und somit bereits mit Band 2 abgeschlossen.
Auge um Auge“ – Band 1 und „Hand in Hand“ – Band 2.


27 Julia Roth
Ich würde von S. Madea gerne wissen, wie sie die Protagonisten aufeinander abstimmt....Passiert das im Laufe der Planung vorab, oder eher spontan beim schreiben und ausfeilen der Story, also nach und nach? Stelle mir das sehr aufregend vor, wenn sich alles zusammen fügt :-)
Hallo Julia Roth!
O ja, das ist ein sehr aufregender Prozess. Ich arbeite die Charaktere vor dem Schreiben sehr gründlich aus. Vergangenheit, Verbindungen, Kenntnisse, Phobien, Probleme, Vorlieben … Aber das Zusammenspiel mit den anderen passiert beim Schreiben. Oft reagieren die Protas nicht wie vorab geplant. Da mischt plötzlich der eine den anderen auf, obwohl er einen völlig anderen Part "spielen“ sollte. Dann wird es interessant. Nebenfiguren erheben sich zu Hauptfiguren oder Winzigkeiten werden auf einmal zu einem wichtigen Wendepunkt. Wenn die Figuren sich wie Menschen verhalten, eben nicht immer nach Skript, dann sind sie lebendig und dann können sie lieben, morden oder vor Trauer vergehen, sodass man es ihnen abnimmt. Ich liebe es, wenn meine Charaktere mit ihren Macken herausrücken und sich dementsprechend verhalten.


28 Petra
War bereits vor dem ersten Teil klar, dass ein zweiter oder weitere folgen wird/werden?
Hallo Petra!
Eigentlich war Moonbow als Einzelband geplant. Doch die verwendeten Themen waren umfassender, als gedacht und so wurde eine Dilogie daraus.


Vielen Dank für euren tollen Fragen und und für deren Beantwortung!
Wir wünschen weiterhin viel Erfolg liebe Stephanie

1 Kommentar:

  1. Toll, dass die Fragen so schnell beantwortet wurden, danke dafür!
    Das war wirklich interessant :)

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