Samstag, 27. September 2014

[Blogtour] Tourette - Was ist das eigentlich? "Jetzt spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe" von Brian Conaghan


Willkommen zur Blogtour von 
"Jetzt spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe"
Brian Conaghan


Ich habe mir heute für diesen Tag das Thema Tourette ausgesucht um "Unwissende" einfach mal diese Krankheit näher zu bringen. Wenn man die Krankheit kennt und versteht, fällt es sicher einigen auch leichter, besser damit umzugehen.



Wenn ihr also das Wort "Tourette Syndrom" hört, dann ist damit eine Krankheit gemeint, die sich oft schon ab dem Kindesalter ab ca 7 Jahren entwickelt.
Sie kann schon mit kleinen Auffälligkeiten beginnen wie stetiges Augenzwinkern, wiederholtes Mundöffen, oder verbale Äußerungen.

In Deutschland gibt es ca. 40.000 erkrankte Personen, wobei die Dunkelziffer, weil die Krankheit auch nicht sofort erkannt wird, deutlich höher liegt.
Patienten haben auch nicht alle gleiche Symptome, das ist wirklich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manch einer leidet nur an körperlichen Zuckungen, andere haben mit den nicht steuerbaren verbalen Äußerungen zu kämpfen.
Allerdings ist eines klar: Jeder Patient steht unter starken Anspannungen.

Linderung kann bei schweren Fällen nur ein Arzt verordnen, allerdings muss man unterscheiden zwischen Heilung und Unterdrückung.

Das Tourette-Syndrom ist NICHT heilbar

Viele Patienten erleben einen Rückgang ihrer Beschwerden ab dem 25. Lebensjahr, allerdings selten eine vollständige Genesung.

Durch die sogenannten Tics ergeben sich im Alltag viele Probleme und Einschränkungen.
Durch die schnellen, hektischen Bewegungen haben die Betroffenen oft mit Muskelrissen und Zahnabbrüchen zu kämpfen.
Bei starken verbalen Äußerungen kommt es oftmals auch zu Einschränkungen im sozialen Umfeld.
Ein gut informierter Freundeskreis ist also wie ein sicherer Hafen.

Warum?

Entspannung ist eines der Zauberwörter. Im entspanntem Zustand nimmt die Stärke der Tics deutlich ab, oder aber wenn man sich auf etwas konzentriert.

Stellt euch aber mal vor, wie es ist wenn man ein Niesen unterdrückt. Irgendwann rächt sich das und das Kribbeln ist dann so stark das man gar nicht mehr anders kann, als es rauszulassen. So in etwa kann man sich einen Tic vorstellen.

Die Krankheit an sich hat man übrigens  im 19. Jahrhundert erkannt. Georges Gilles de la Tourette (1857-1904)  hat die Menschen darüber informiert und die Krankheit wurde nach im benannt.

Bis Heute gibt es keine medizinischen Heilmöglichkeiten

Es gibt auch viele bekannte Stars die unter dem Tourette-Syndrom leiden.
Wer kennt nicht Eminem oder David Bechkham, ja selbst Mozart soll betroffen gewesen sein.
Ich war selbst überrascht, als ich da nach Infos gesucht habe.
(Quelle Welt.de )

Ich hoffe, ich konnte euch die Krankheit in einfachen Worten etwas näherbringen.
Bereits morgen geht es schon bei Manja von Manjas Buchregal weiter.

Hier nochmal alle Stationen im Überblick
26.9. Buchvorstellung bei Simone
 27.9.Tourette bei Katja (also hier)
28.9.Dylan & Mr Dog bei Manja

 29.9.Wie gehen die Mitmenschen mit dieser Krankheit um? bei Ina
 30.9.Interview bei Nicole
Am 1.10. werden im Laufe des Tage die Gewinner auf allen Blogs bekannt gegeben.
Gewinnspiel
Gewinnt eines von 10 Büchern zur Blogtour von 
Brian Conaghan

Aufgabe:
Miteinander satt Gegeneinander! Deine Ideen zur Aufklärung, was kann man tun?
(poste unter diesem Beitrag)

Regeln
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Versand der Gewinne nach Deutschland - Österreich - Schweiz
  • Für den Postweg wird keine Haftung übernommen
Viel Glück

Kommentare:

  1. Die Krankheit wird von vielen Betroffenen immer noch verschwiegen, wahrscheinlich aus Scham. Dabei wäre es gerade bei dieser Krankheit offen darüber zu reden und die Mitmenschen aufzuklären, so dass man es ganz locker sehen kann, weil man weiß was Sache ist. Weiß man dies nicht, guckt man vlt schon eher hin, wenn jemand gerade seine "Ticks" bekommt. Auch schon mit Kindern darüber zu reden finde ich sehr wichtig, damit sie wissen, dass es eine Krankheit gibt, die sich so äußert, und der Betroffene nichts ändern kann und auch nichts dafür kann.

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  2. Was man tun kann? Ich denke, das beste ist, damit offen umzugehen, die Mitmenschen zu sensibilisieren. Denn für die Umstehenden ist es auch nicht immer leicht. Ich bin mal in ein Fettnäpfchen getreten und habe zu einem an Tourette erkrankten Menschen "Gesundheit" gesagt, weil ich dachte, er hätte geniest. Aber es waren nur verbale Tics, die sich so angehört haben. Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre es für beide nicht so unangenehm gewesen. Ich würde sehr gerne dieses Buch gewinnen. Scheint sich sehr zu lohnen! LG

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  3. Hallo und guten Tag,

    nun vielleicht etwas offener damit umgehen, denn dann lassen sich plötzliche Beschimpfungen auch besser ertragen und man ist nicht so vor den Kopf gestoßen.

    LG..Karin..

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  4. Ich denke man sollte sich erstmal informieren, was ich sehr gut finde z.b. anhand deines Beitrages oder mit einem Buch darauf Aufmerksam machen, denn was der Mensch nicht kennt oder weiß wie er damit umzugehen hat, wird verurteilt.

    LG Susanne

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  5. Phu, das ist eine knifflige Frage! Ich kannte das Tourette-Syndrom zwar bereits aus Filmen und Büchern, da jedoch in meinem Umfeld niemand (offensichtlich) davon betroffen ist, hab ich mich ehrlich gesagt noch nie eingehend damit beschäftigt - aber was du da erzählst, rüttelt einen schon wach und die Zahl der Betroffenen schockierte mich ganz schön!

    Ich denke, das wichtigste ist, OFFEN mit all dem umzugehen. Denn natürlich reagiert das Umfeld erstmal argwöhnisch, wenn sich jemand "anders" verhält - wenn man jedoch den Grund dafür kennt, dann ist die ganze Situation schon etwas entspannter, sowohl für das Umfeld, als auch für den Betroffenen. Ein offener und ungezwungener Umgang mit heiklen "Tabu-Themen" lässt vieles gleich in einer anderen Perspektive erscheinen.

    Auch für ErzieherInnen und LehrerInnen dürfte dieses Thema äußerst wichtig sein. Ich könnte mir da durchaus Kampagnen und Work-Shops vorstellen, die einen offenen Umgang mit diesem Thema bereits bei Kindern fördern könnten - sodass einer sozialen Ausgrenzung vorgebeugt würde...

    hach, wirklich ein schwieriges Thema - ich denke aber, die Lösung steckt schlicht und ergreifend bereits in deiner Headline: Miteinander statt Gegeneinander. :)

    Ich bin nun wirklich neugierig auf dieses Buch und würde mich freuen, es lesen zu dürfen! :)
    Viele herzliche Grüße und ein schönes, sonniges Wochenende!

    Nana :)

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  6. Sonjas Bücherecke27. September 2014 um 15:36

    Hallo,

    ich kenne jemanden sehr gut, der ein Kind mit dieser Krankheit hat. Und ich muß sagen ich bewundere die Eltern, denn in seiner Umgebung stößt man leider nicht immer auf Verstandnis. Hochinteressant, daß dieses Thema mal aufgegriffen wird.

    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Sonja

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  7. Also das ist wirklich eine schwierige Frage.

    Aber ich denke, dass das Problem wie bei vielen anderen Krankheiten auch an der mangelnden Aufklärung für die Gesellschaft liegt.

    Man nuss die Leute einfach viel mehr aufklären durch werbewirksame Medien wie beispielsweise das Fernsehen, Radio oder die Zeitung.

    Ausserdem fände ich es eine gute Idee, auch direkt vor Ort darauf aufmerksam zu machen, beispielsweise durch Informationsstände mitten in der Stadt, wo man auch viele Menschen errichen kann. MAn könnte Flyer austeilen etc....

    Und natürlich ist es eine wunderbare Idee, ein Buch über solch eine Thematik zu schreiben, denn auf diese Art und Weise erreicht man auch eine Menge Menschen.

    Nichts desto trotz, denke ich wenn jeder bei sich selbst anfängt und bereit ist tolerant gegenüber Situationen oder Menschen zu sein, die einem im ersten Moment vielleicht befremdlich erscheinen, ist der Anfang für ein schönes Miteindander schon getan :-)

    Liebe Grüße Jenny

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  8. Hallo,

    dass es so Bücher wie dieses hier gibt, ist auf jeden Fall ein guter Schritt in die richtige Richtung. Leider werden solche Krankheiten aus Scham meistens totgeschwiegen, anhand solcher Bücher darüber mit Menschen ins Gespräch zu kommen hilft sicher.

    Gruß Anette

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  9. Bewerbung per Mail da Probleme beim posten:

    Ein toller und informativer Beitrag zum Tourette Syndrom, vielen Dank dafür!
    Zur Frage: Miteinander satt Gegeneinander! Deine Ideen zur Aufklärung, was kann man tun?
    Auf jeden Fall benötigt die Gesellschaft eine deutlich bessere Aufklärung und mehr Toleranz gegenüber den Mitmenschen. Meine Ideen dazu:
    Die beste Idee wurde schon umgesetzt, ein Buch zu schreiben. Ein Buch für Jugendliche, dass hilft, die Krankheit und den Menschen dahinter viel besser zu verstehen. "Jetzt spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe" ist eine wunderbare Idee, um auch Jugendliche mit diesem Thema vertraut zu machen.
    Sehr gut finde ich auch Integrationsgruppen bzw das neue Wort Inklusion. In der Kita, in der ich als Erzieherin arbeite, gibt es eine normale Elementargruppe und eine Integrationsgruppe. In dieser Integrationsgruppe ist ein Kind mit einer Mehrfachbehinderung untergebracht. Beide Gruppen teilen sich die Terasse und den Garten und dennoch erkennt man einen Unterschied bei den Kindern im Umgang mit diesem besonderen Kind. Die Kinder der Integrationsgruppe haben das besondere Kind akzeptiert, so wie es ist. Die Kinder der normalen Elementargruppe sind deutlich zurückhaltender, halten mehr Abstand. Fragen, was denn mit diesem Kind nicht in Ordnung ist usw. Es ist sehr spannend zu beobachten.
    Es heißt also bereits früh eine Toleranz zu schaffen. Filme, Bücher, Internet sind die gängigen Medien heutzutage.

    Ganz liebe Grüße
    Katharina P.

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  10. Hallo das war ein echt Klasse und informierender Beitrag
    Ich finde es schon echt krass das muss echt schwer sein mit sowas umgehen zu müssen
    Man sollte auf jeden Fall über die Krankheit aufklären ,es ist wichtig das Die Menschen damit umgehen können ,es ist eine Krankheit na und man sollte sie wegen soetwas nicht ausgrenzen solche Menschen kann ich einfach nicht verstehen . Vllt kann man ein Projekt auf die Beine stellen ,wo Menschen mit tourettte und andere Menschen zusammen d kommen können darüber aufklären und aufmerksam machen .ich denke das wäre doch schon mal ein Schritt nach vorne.
    Ich würde mich geehrt fühlen das Buch Lesens zu dürfen ,die Geschichte berührt einen.
    Lg sarah
    Sarah.girl15@hotmail.de

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  11. Guten Abend :-),

    da das Thema doch eher umgangen wird und viele über diese schlimme Krankheit nicht Bescheid wissen, wäre es toll, wenn man dies schon von Anfang an in der Schule behandeln würde. In meiner Schulzeit ist immer ein älterer Herr mit Tourette an der Bushaltestelle gestanden, der die schlimmsten Flüche und Ausdrücke verwendet hat. Die kleineren Kinder waren entweder verängstigt oder haben sich über ihn lustig gemacht. Wüssten sie, dass es diese Krankheit gibt, hätten sie bestimmt anders reagiert. Ich selber habe erst viel zu spät, etwa im Teenageralter, davon erfahren und wäre davor ebenso schockiert gewesen auf so eine Person zu treffen. Deswegen im Biologieunterricht oder sonstigem aufklären.

    Liebste Grüße,
    Deborah

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  12. Ein sehr interessanter Beitrag!
    Ich denke, dass bereits solche Bücher und die Beschäftigung mit diesen eine großen Beitrag zur Aufklärung leisten und fände es gut, wenn z.B. in der Schule mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden würde, denn ich kann mich nicht erinnern jemals etwas zu diesem Thema erfahren zu haben...
    Ich fände es z.B. auch gut, wenn mehr öffentlich Kampagnen durchgeführt werden würden und im allgemeinen psychischen Krankheiten öffentlicher besprochen und thematisiert werden würde...
    LG

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  13. Der normale Mensch merkt vielleicht auch gar nicht, mit was er es zu tun hat,
    ich kenne es auch nur aus dem Fernsehen, aber bin dadurch auch aufgeklärter geworden,
    habe mir selber Infos rausgesucht, auch um etwas zu erkennen, was eine Krankheit ist und wie man damit umgehen sollte, trotzdem glaube ich, erstmal ziemlich ratlos zusein, aber ich könnte es dann auch besser verkraften, müsste keine Angst haben und niemand dadurch ausgrenzen.
    Liebe Lesegrüße, Danie S.

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