Sonntag, 21. September 2014

[Rezension] Abgründe - Nadine d`Arachart & Sarah Wedler





Preis: 9,99€ [D, Buch]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 230
Altersempfehlung: ab 16
Meine Wertung: 5/5
Reihe:-
Verlag: telescope (11. September 2014)
ISBN-10: 3941139223
ISBN-13: 978-3941139220





Klappentext
Eine Mordserie erschüttert den amerikanischen Küstenort Virginia Beach. Frauenleichen werden öffentlich zur Schau gestellt. Durch makabre Arrangements offenbart der Killer die dunkelsten Seiten seiner Opfer. An jedem Tatort wird ein ‚A’ gefunden, der einzige Hinweis auf den Täter. Schafft es Detective Ethan Hayes, den Serienmörder zu stoppen oder steht ihm seine eigene finstere Vergangenheit im Weg?

Zur Autorin
Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, schreiben seit mehr als 10 Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“ wird für ZDF und ORF verfilmt. „Abgründe“ ist ihre dritte Krimi-Veröffentlichung und zugleich das erste Buch, das sie je schrieben.

Cover
Das Cover strahlt von was beängstigendes aus. Düster und geheimnisvoll macht es den Leser direkt neugierig auf den Inhalt. Man hat düstere Musik im Ohr, erwartet das jeden Moment etwas geschehen wird, jemand mit einem Messer bewaffnet hinter dem Haus hervor springt. Passt perfekt zum Inhalt des Krimis.

Meine Meinung
Vielen lieben Dank an die beiden Autorinnen zum bereit stellen dieses Rezensionsexemplares. Da ich bereits andere Werke der beiden kenne, war ich nun doch sehr gespannt auf das, was mich hier erwarten wird.

Direkt im Prolog wird man ins kalte Wasser geschmissen, ist geschockt und fasziniert zugleich. Somit muss man einfach weiterlesen.

Die meiste Zeit wird das Buch aus der Sicht von Ethan geschrieben, der Hauptermittler in diesem Krimi. Ein sehr sympathischer Charakter, der es in seinem Leben bisher auch nicht immer einfach hatte. Schwierige Kindheit, muss sich in seinem Job behaupten und mit den Frauen klappt es auch nicht so, wie er sich das wünscht. Und dann  ist auf einmal noch sein Sohn bei ihm nachdem die Mutter verstorben ist. Aber er hat eine sehr liebenswürdige Art die einem schnell ans Herz wächst.

Einzelne Passagen werden aus der Sicht des Mörders geschrieben bei dem man bis zum Schluss keine Idee hat, wer es sein könnte. Diese Passagen sind durch einen anderen Schreibstil abgesetzt und man erkennt diese Abschnitte somit sehr gut. Man bekommt einen kleinen Einblick in die Denkweise des Mörders, warum er das tut, verstehen kann man es aber trotzdem nicht.

Nadine und Sarah haben die Begebenheiten wunderbar recherchiert und beschrieben. Orte kann man sich gut in seinem Kopf als eigenes Bild vorstellen, Ermittlerarbeiten wurden gut berichtet und somit findet man sich wunderbar in diesen Krimi hinein. Man fühlt mit den Detectives richtig mit, überlegt die ganze Zeit wer es sein könnte um danach doch im nichts zu verpuffen und wieder bei null anzufangen. Absolutes geniales Gefühlschaos und Verwirrung stiften was die beiden hier hinlegen.

Durch die Brutalität die der Mörder hier an den Tag legt, die Schreibweise der Autorinnen schaffen die beiden es, das Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend zu halten. Gemischt mit einer kleinen Liebesgeschichte, die hier aber nicht fehl am Platz wirkt kann man das Buch kaum beiseite legen.

Zum Ende hin, als man langsam ahnt, wer der Mörder ist und dies kaum glauben kann, steigert sich die Spannung sogar erneut um einiges. Man spürt die Zerrissenheit des Ermittlers, die Liebe zu dieser Frau und einfach die pure Verzweiflung weil er nicht weiß was er nun tun soll. 

Fazit
Ein absolut gelungener Krimi der einem beim lesen echt stocken lässt!

Sterne

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