Freitag, 10. Oktober 2014

[Rezension] Mythos Polarlicht: Warum Himmelsbänder, Heringsblitze und Sonnenwinde faszinieren - Michael Hunnekuhl





Preis: 24,90€ [D, Buch]
Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
Verlag: Delius Klasing; Auflage: 1. Auflage 2014 (18. September 2014)
ISBN-10: 3768839109
ISBN-13: 978-3768839105
Altersempfehlung: -
Meine Wertung: 5/5
Reihe: -








Klappentext
Nordlicht, Polarlicht, Aurora Borealis, auf der Südhalbkugel der Erde auch Aurora Australis, all diese Namen beschreiben ein und dasselbe, farbenprächtige Himmelsschauspiel, das seit Menschengedenken fasziniert.

Michael Hunnekuhl, auf zahlreichen Reisen der Hurtigruten als Lektor zum Thema tätig, gelingt es, diese Faszination und Leidenschaft zu vermitteln und gleichzeitig das Phänomen nach dem neuesten Stand der Wissenschaft allgemeinverständlich zu erklären. Welche uralten Interpretationen und Beschreibungen sind überliefert, welche Vorstellungen hatten Menschen von Polarlichtern, lange bevor die Wissenschaft sie erklären konnte? Hunnekuhl nimmt den Leser mit in die Welt der Legenden und Mythen um das Polarlicht. Ein Erlebnisbericht aus den tief verschneiten Weiten Lapplands lässt jedermann hautnah an einer Polarlichtbeobachtung teilhaben und die Leidenschaft spüren, die es zu entfachen vermag.

Der aktuelle Wissensstand der Polarlichtforschung wird ebenso kurzweilig wie wissenschaftlich fundiert dargestellt und die Besonderheiten von Polarlichtern jenseits der Polarlichtzonen – wie etwa in Deutschland – thematisiert sowie die Bedingungen und Zeiträume, in denen es dort auftritt, erklärt.

Über 70 hochwertige Polarlichtbilder und weitere erläuternde Grafiken zeigen das ständig wechselnde Farbenspiel der Polarlichter, ergänzen die Erklärungen und machen die Faszination greifbar.Spektakuläre Polarlichtfilme von der internationalen Raumstation ISS, Aufnahmen von Sonnenbeobachtungssatelliten sowie ein Polarlichtfilm in Echtzeit sind über QR-Codes eingebunden und machen die zeitliche Dimension und die Dynamik dieses ergreifenden Naturschauspiels lebendig erfahrbar.

   

Meine Meinung
Dieses Exemplar bekam ich als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank an dieser Stelle für die Ausgabe!

Das Buch erfreut einen, sobald man es in den Händen hält. Eine tolle farbige Illustration gibt schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Inhalt des Buches, die Themen vom Klappentext machen neugierig auf mehr.

Wenn man den Umschlag von dem Hardcover entfernt ist der Buchtitel nicht aufgedruckt wie man es oft von anderen Büchern kennt sondern eingestanzt, ist mal etwas anderes und gefällt mir sehr gut!

Das Buch ist dann in 5 große Abschnitte eingeteilt:
  • Polarlichtzauber
  • Auf alten Spuren
  • Im Wandel der Zeit
  • Polarlichtaktivität
  • Polarlicht jenseits der Polarlichtovale und in Deutschland
In jedem der großen Kapitel sind kleinere Abschnitte mit Überschrift zu finden. Oben links auf den Seiten findet man das Hauptthema, oben rechts dann die kleinere Überschrift. So weiß man immer sofort in welchem Abschnitt und in welchem Kapitel man sich befindet.


Polarlichtzauber

Michael Hunnekuhl erzählt von seinen Gedanken um die Expedition, die Planung und Dürchführung. Da dies kein alltäglicher Wanderausflug ist hat man nicht eben mal den Rucksack gepackt und stiefelt los, nein es hängt noch einiges mehr dran was beachtet werden muss, die Begebenheiten und den Alltag im Eis. Alleine die extremem Temperaturen stellen eine Herausforderung da. 
Vor allem die Nacht muss gut durchdacht werden. So erzählt er vom Iglubau, was alles beachtet werden muss damit es stabil ist, man nachts im Schlaf nicht erfriert.
Aber so wird er auch mit ganz tollen Polarlichter belohnt, wie man es auf zahlreichen, farbigen Illustrationen sehr gut erkennen kann. Ein absoluter Zauber fürs menschliche Auge da man diese Lichter normalerweise gar nicht so wahrnimmt.

   

Auf alten Spuren
Dieser Abschnitt befasst sich nun eher mit antiken Überlieferungen und geschichtlichen Ereignissen. Es werden andere Informationsquellen mit einbezogen, die in der Fußnote näher erläutert werden. 
Mythen werden näher erklärt und man bekommt einen ganz tollen Eindruck wie unsere Vorfahren gedacht und gehandelt haben. 
Zitate aus anderen Bereichen sind kursiv abgedruckt und man erkennt dadurch sehr gut, das hier ein anderer Erzählung beginnt. Der Autor hat hier sehr gute und nachvollziehbare Recherchen betrieben die dem Leser einen tiefen Einblick in die Historie bringen.
Es sind immer wieder absolut faszinierende Bilder eingebaut die auch immer erklärt werden. So weiß man auch als Laie sehr gut was auf den Fotos zu erkennen ist.
In diesem Bereich findet man auch zum ersten Mal zwei QR Codes die absolut sehenswert sind.

  

Im Wandel der Zeit
Eine kleine Zeitreise durch die Jahrhunderte beginnt. Man erfährt wie oft zu dieser Zeit Polarlichter gesichtet und dokumentiert wurden und wie es sich im Laufe der Zeit gewandelt hat. Die Leute haben damals auch verschiedene Handlungen damit in Zusammenhang gebracht. So findet man z.B im Abschnitt 16. Jahrhundert die Aussage: (Seite 77)

[...]Schrecken, Angst vor nahenden Seuchen und gar dem bevorstehenden Weltuntergang, vor dem nahenden Armagedon, der Apokalypse II [...]

Das sagt ja schon ganz viel über die Gedanken der damaligen Bewohner aus! Ebenso gab es verschiedene Ansichten je nach Kontinent die auch einzeln erläutert werden. Wir kommen dann bis hin zur Neuzeit.
Auch hier finden sich nun wieder zwei sehr sehenswerte QR Codes.

In diesem Abschnitt findet man auch den Bereich: "Historische Polarlichtbeschreibungen" der sehr schön chronologisch geordnet, mit Jahreszahlen und Orten versehen wurde.
Die Illustrationen kommen natürlich auch in diesem Bereich nicht zu kurz und erfreuen den Leser. 


Polarlichtaktivität
In diesem Buchabschnitt geht es nun eher um das chemische und die komplexen Hintergründe dieser Naturphänomene. 
So gibt es einzelne Abschnitte zu Leuchtstärke, Farbtypen, Formen, deren Schwankungen und Sonnenaktivität. Es ist sehr komplex, wurde aber versucht so zu beschrieben, das der Leser es verstehen kann. Es gibt Bilder und Tabellen das man es leichter nachvollziehen kann und die Zahlen mal vor Augen hat. QR Codes geben auch hier wieder einen Einblick. 

Polarlicht jenseits der Polarlichtovale und in Deutschland
Die bisher besprochenen Bereiche waren ja weltweit beschrieben worden, hier nun die Polarlichtaktivitäten die man in Deutschland gesehen und dokumentiert hat. Die Bilder sind ein wenig anders als man sie aus den skandinavischen Ländern kennt, so haben unsere eine andere Farbgebung die aber den bisherigen Fotos in nichts nachstehen. 
Man sieht hier, es kommt viel häufiger vor als man vermutet.

Zusammenfassend kann man sagen:
Ein ganz tolles Buch, was einen nicht nur Einblick in die Forschung gibt, einen mit absolut faszinierenden Bildern fesselt, sondern auch erklärt, wie es zu diesem Naturschauspiel kommt. Man bekommt Einblick in die Geschichte, in dem Umgang damit in anderen Jahrhunderten und die Angst der Menschen vor diesem Naturschauspiel in früherer Zeit.
Man kann es einfach so in die Hand nehmen, den Kindern Dinge anhand der Bilder erläutern oder sich auch tiefer mit dieser Materie befassen. 

Fazit
Absolut gelungener Bildband der einem den Mythos Polarlicht sehr gut näher bringen kann.




Sterne


1 Kommentar:

  1. Ich sah die Nordlichter während einer Expedition in die Arktis https://poseidonexpeditions.com/de/antarktis/. Dinge zumindest einmal im Leben zu sehen. Fotos stellte sich heraus, super!

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