Freitag, 5. Dezember 2014

[Rezension] Wenn das Glück anklopft von Kerstin Hohlfeld

Wenn das Glück anklopft




Preis: 8,99€ [D, Buch]
Format: Taschenbuch
Seiten: 336
Altersempfehlung: 
Meine Wertung: 5/5
Reihe: 
Verlag: Ullstein Taschenbuch
ISBN:   978-3548286075












Klappentext
Am Eingang der Rückenschule würde Milena »Bandscheibenvorfall« Mielke, 38, am liebsten wieder umkehren. Aber dann wird es im Stuhlkreis doch interessant, was vor allem an der sympathischen Caroline liegt, die so schrecklich müde aussieht. Auch die schüchterne Bibliothekarin Ann-Kathrin wirkt nett, im Gegensatz zur durchgestylten Redakteurin Vivien. Bald entdecken die vier: Sie haben nicht nur »Rücken«, sondern viele Sorgen, Ängste und Heimlichkeiten, die sie durch den Alltag schleppen. Und gemeinsam plötzlich auch Ideen, wie man das ändern könnte ...

Zur  Autorin
Kerstin Hohlfeld, geboren 1965 in Magdeburg, studierte von 1985 bis 1991 Theologie in Naumburg und Berlin. Danach bekam sie erst einmal drei Kinder und sah lieber davon ab, für die Kirche zu arbeiten. Sie verlegte sich aufs Schreiben und veröffentlichte bereits mehrere Romane.

www.kerstin-hohlfeld.de
Quelle: Ullstein Taschenbuch

Meinung
Als ich dieses Buch beendet hab, dachte ich mir: Mensch Katja; du lebst nicht völlig allein in deinem Gefühlchaos :-)
Autorin Kerstin Hohlfeld hat diesen Roman mit Frauen gefüllt, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten und doch habe sie eines gemeinsam: Ein breites Kreuz auf dem sich jeder ausruht"!
Das diese Last einen irgendwann zusammenbrechen lässt, müsste zwangsläufig allen klar sein, doch der Weg es selber einzusehen, ist steinig.
Hilfsbereit sein kann ein Kreuz sein und dieser Roman kann eindrucksvoll schildern, wie es ist, wenn Menschen sich völlig aufopfern und verbiegen.
Man fragt sich:
 
Was ist Glück?
Findet es mich einfach so, oder muss ich nachhelfen?
 
Männer sind hier auch ein ausschlaggebender Punkt. Falsche Exemplare die meinen, sie wären was Besonderes, aber bei Gottes Gabenverteilung nicht anwesend waren um hinreichend die Hand aufzuhalten.
Tiefgehend besonders fand ich aber die Entwicklung der Freundschaften der doch grundverschiedenen Frauen, die sich neben ihren Problemen doch auf was Neues, nein jemand Neues in ihrem Leben eingelassen haben. Figurprobleme, Aussehen, Zeitmangel, das alles spielte keine Rolle. Man hat sich untereinander angenommen und ist in schweren Zeit füreinander da.
Freundschaft ist ein gewichtiger Faktor im Leben und sollte beim Glücklichsein nicht unterschätzt werden.
Kerstin Hohlfeld verknüpft irgendwie gekonnt die Sehnsucht nach dem "Angekommen sein" und dem Weg dorthin, sei es über Lebensentscheidungen, die wichtig sind über kleine Alternativen, die im normalen Leben nicht mal auffallen.
Ein Buch das sehr zum nachdenken anregt. Immerhin sind hier gleich mehrere Lebensgeschichten und in einer hab ich mich zum Teil sehr wiedergefunden, weswegen ich denke, das man dieses Buch als sehr authentisch bezeichnen kann.
 
Mitfühlend
Stärkend
Wachrüttelnd

Fazit
 Absolute Leseempfehlung!
Ein Frauenroman der schon recht tiefsinnig ist und mich zum nachdenken angeregt hat.


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