Sonntag, 1. Februar 2015

[Interview] Blogtour Todesruhe von Tanja Noy



Herzlich Willkommen zur Blogtour 
"Todesruhe" von Tanja Noy

Gestern waren wir zu Besuch bei der Buchstabenfängerin die euch allgemeine Informationen zu Psychiatrie und Nervenheilanstalten gegeben hat.

Heute findet ihr hier bei uns abschließend das Interview mit der Autorin zu diesem Thema. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Tanja Noy. Wer gerne mehr über Sie erfahren mag sollte mal auf Ihrer Facebook Seite vorbei schauen.


Liebe Tanja,

vielen lieben Dank das Sie uns für Fragen zur Verfügung stehen!


Ka-Sa´s Buchfinder
Wie kamen sie zum schreiben?

Tanja Noy
Geschrieben habe ich schon immer. Bei Aufsätzen in der Schule war ich immer ganz vorne, wo andere davon rannten, hab ich geschrieben und geschrieben. Und wenn dazu dann noch reichlich Phantasie kommt, dann ist es zu einer guten Geschichte nicht mehr weit. 

Ka-Sa´s Buchfinder
Wie kam die Idee zu diesem Thriller?

Tanja Noy
Da es sich ja insgesamt um fünf Bücher rund um Julia Wagner handelt, hab ich schon früh einen Rahmenplan über die einzelnen Orte, Handlungen und Hintergründe festgelegt. Im Grunde war es von Anfang an klar, dass das Buch so werden würde, wie es jetzt ist.

Ka-Sa´s Buchfinder
Wie kommt man auf die Idee ein Buch zu schreiben, wo psychisch kranke Personen eine zentrale Rolle spielen?

Tanja Noy
Ich wollte in diesem Buch eine Handlung, die in einem geschlossenen Rahmen spielt. Vielleicht, weil es für einen Autor noch einmal eine ganz andere Herausforderung ist. Spielt die Geschichte im Freien, kann man Seiten füllen, indem man die Umgebung beschreibt, Wiesen, Gräser, Blumen, Häuser. In einer geschlossenen Umgebung geht das nicht, weil dieser Rahmen relativ schnell erzählt ist. Es kommt also auf die Personen und vor allem auf die Dialoge an, die müssen stimmen und den Leser bis zum Ende hin tragen. Und da ich ja schon die Idee mit der geschlossenen Psychiatrie hatte, waren psychisch kranke Menschen dann nicht mehr weit entfernt.
Vielleicht liebe ich aber auch einfach nur die Herausforderung, weshalb ich mich ja auch dafür entschieden habe, Crossover-Krimis zu schreiben.

Ka-Sa´s Buchfinder
Kennen sie Personen die in einer Psychiatrie leben?

Tanja Noy
Ja. Ich habe die Menschen genauso angetroffen und kennen gelernt, wie ich sie in dem Buch beschrieben habe. Allerdings weiß ich nicht, was inzwischen aus ihnen wurde.

Ka-Sa´s Buchfinder
Wurde für Recherchezwecke des Buches mit Insassen gesprochen?

Tanja Noy
Ja. Ich habe tatsächlich genau einen solchen bunten Haribo-Mix angetroffen, wie ich ihn in dem Buch beschrieben habe. Und ich habe gelernt, dass es tausend Gründe gibt, warum Menschen in einer Psychiatrie landen können. Man muss nicht zwangsläufig völlig den Verstand verloren haben.

Ka-Sa´s Buchfinder
Haben Sie, um die Hintergründe besser zu verstehen, ein paar Tage in einer Psychiatrie verbracht? 

Tanja Noy
Ja. Nicht sehr lange, aber lange genug, um zu wissen, dass ich nicht mehr dahin zurück möchte. Ich würde es auch keinem empfehlen.

Ka-Sa´s Buchfinder
Wie lange geisterte die Idee für das Buch in ihrem Kopf bevor sie es zu Papier gebracht haben?

Tanja Noy
Nicht sehr lange. Der Rahmenplan stand ja schon früh fest, siehe oben.

Ka-Sa´s Buchfinder
Wie sieht ihr Schreiballtag aus?

Tanja Noy
Arbeiten, arbeiten, arbeiten. So sieht es aus. 

Ka-Sa´s Buchfinder
Können Sie Bilder von Ihrem Arbeitsplatz zeigen?

Tanja Noy
Das könnte ich schon, allerdings hängt über meinen Schreibtisch – da ich ja auch nicht jünger werde - eine riesige Grafik, mit allen Namen und Verbindungen rund um Julia Wagner. Also der innere Zirkel, das sind die Freunde und die Personen, die bereits aufgetaucht sind und immer wieder auftauchen werden – Zander, Eva, Susanne Grimm, Charlotte Gärtner, Paula von Jäckle, etc. Dann die Personen, die schon umgebracht wurden und noch umgebracht werden, wie die der bisherigen Mörder und die Namen derer, die noch töten werden, bis hin zum allerletzten Showdown, Julias ganz großem Gegner und Feind. Würde ich ein Foto machen, könntet Ihr das alle lesen. Und das wäre kontraproduktiv.

Ka-Sa´s Buchfinder
Der Weg aus der Schreibflaute! Kennen sie das Gefühl, das mal nichts mehr geht und was tun sie dagegen?

Tanja Noy
Ich hatte es zum Glück noch nicht. Was ich kenne, ist Zeitdruck. Das Wissen, dass es Termine gibt und man das Gefühl hat, man kommt nicht schnell genug voran, weil nicht jeder Tag gleich und der Kopf keine Maschine ist.
Früher war es völlig egal, ob ich für ein Buch ein, zwei oder fünf Jahre brauchte. Das ist nicht mehr so und gibt dem Ganzen eine völlig neue Brisanz.

Ka-Sa´s Buchfinder
Haben sie weitere Projekte im Planung und wenn ja, darf schon was verraten werden?

Tanja Noy
Im Augenblick schreibe ich gerade das vierte Buch um Julia Wagner zu Ende. Danach folgt das fünfte und letzte, welches ein Feuerwerk mit gigantischem Showdown werden wird. Das kann ich garantieren.
Und danach? Gehe ich vielleicht selbst erst einmal in die Psychiatrie Mönchshof. ;-)

Ka-Sa´s Buchfinder
Vielen Dank für das tolle und informative Interview


Die Tour im Überblick


28.01. Buchvorstellung bei Jaqueline

29.01. Satanismus bei Nina

30.01. Hintergründe / Recherchearbeit / Allgemeine Fragen zum Thriller „Todesruhe“ bei Mel

31.01. Nervenheilanstalt/ Geschlossene Psychatrie bei Stephanie

01.02. Allgemeines Interview Hier bei uns!

02.02. Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

Gewinnspiel

1. Preis 1x Todesruhe in Print + Goodie Paket von Mira Taschenbuch

2.-5. Preis je 1 x Todesruhe in Print

Frage:
Was denkt ihr warum Personen in eine Psychiatrie eingeliefert werden?


Gewinnspielregeln

Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder  mit Einverständnis des Erziehungsberechtigten
Keine Barauszahlung von Gewinnen möglich
Versand innerhalb Deutschland - Österreich - Schweiz
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Gewinner werden am 19.12. auf allen teilnehmenden Blogs im Laufe des Tages veröffentlicht

Kommentare:

  1. Huhu,
    ein tolles Interview zum Abschluss.
    Zur Frage: Dazu brauche ich nicht groß spekulieren, habe es leider letztes Jahr im näheren Umfeld selbst miterlebt, dass jmd (zwangs)eingeliefert wurde. Ein Grund dafür kann sein, dass derjenige eine Gefahr für sich (und andere) darstellt, also suizidial agiert. Mit Sicherheit gibt es aber auch zahlreiche andere Gründe.
    LG
    Christiane

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  2. Guten Morgen ihr beiden :)

    Ein interessantes Interview, es war sehr interessant ein wenig mehr über Tanja Noy zu lesen!

    Zur Frage: Was denkt ihr warum Personen in eine Psychiatrie eingeliefert werden?

    Dafür gibt es sicherlich so viele unterschiedliche Gründe. Ich denke die meisten Leute werden eingeliefert, weil sie zum Beispiel für sich (Selbstmordgefährdung) und andere eine Gefahr darstellen.
    Außerdem gibt es so viele verschiedene psychische Krankheiten, von denen sich vielleicht das Umfeld oder die Betroffenen versprechen, dass diese dort geheilt werden.


    Liebe Grüße
    Katharina

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  3. Guten Morgen,

    ein toller letzter Beitrag für die Blogtour :)

    Ich denke, dass es teilweise kranke Menschen gibt, die psychische Probleme haben seit Kindheit an aber auch bei Menschen die in eine missliche Lage geraten sind und ohne die Hilfe nicht mehr rauskommen bzw. sich und Ihrem Umfeld etwas antun.
    Zu sagen, dass man in der Psychatrie war, finde ich persönlich gar nicht schlimm denn ist es nicht eigentlich besser sich Hilfe zu holen wenn man sie braucht?

    Viele liebe Grüße

    Katharina
    Katharina1009@rocketmail.com

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  4. Hallo und guten Morgen,

    weil es einfach erst einmal das einfachste ist, Menschen weg zu sperren. Und man dann erst mit einer möglichen Therapie anfängt....

    LG..Karin..

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  5. Hallo. Danke erstmal für das tolle Interview, ich habe es mit Freude gelesen.
    Warum kommen Leute in die Psychiatrie.
    In erster Linie um Abstand von allem zu bekommen und um professionelle Hilfe zu erhalten.
    Die stationäre Aufnahme bietet Menschen mit schwerer Depression – und für die ist sie in erster Linie auch gedacht – einen behüteten Rückzugsort, um zur Ruhe und Besinnung zu kommen und adäquat medizinisch behandelt werden zu können. Moderne psychiatrische Kliniken und Behandlungskonzepte haben mit dem im legendären Filmklassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ gezeichneten Anstaltsirrsinn nichts (mehr) gemein.

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  6. Hallöchen. :)
    Das ist ja ein tolles Interview. :) Interessant, mal die Person hinter dem Buch kennenzulernen. :)

    OH, warum sperrt man Menschen weg? Also ich denke, wenn sie eine Gefahr für sich selber und für andere darstellen, dann wäre eine Unterbringung in einer geschlossen Abteilung vielleicht angebracht.
    Wobei ich es gut finde, dass es auch Möglichkeiten der Heilung gibt, weil das ist für die Gesellschaft und auch für den Betroffenen einen Anlass zur Hoffnung gibt.

    Alles Liebe,
    Katja
    MissRose1989@gmx.de

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  7. Naja es heißt ja immer, dass sie eine Gefahr für sich selbst oder für Andere darstellen.
    So was zu Beurteilen kann sicher auch manchmal schwer sein und auch falsch entschieden werden. Aber das gute ist ja,wenn es nicht mehr so ist, das man dann entlassen werden kann.

    Lg Bonnie

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  8. Hallo!
    Vielen Dank für das tolle Interview zum Abschluss der Tour!

    Da gibt es sicherlich viele verschiedene Möglichkeiten, warum Menschen eingeliefert werden. Zum einen sind es die Menschen, die suizidgefährdet sind. Diese Menschen müssen unter Beobachtung bleiben, damit sie sich nichts antun. Zum anderen gibt es die psychisch-gestörten Schwerverbrecher, die sicher verwahrt werden müssen, damit sie anderen Menschen nichts (mehr) antun können.
    Und zuguterletzt gibt es natürlich auch noch die Patienten, die keinen anderen Ausweg mehr wissen und sich selbst einweisen, um Hilfe zu bekommen. Diese Patienten müssen auch nicht "verrückt" sein, sondern leiden einfach an Depressionen, Burn-Out oder ähnlichen psychischen Krankheiten.

    Liebe Grüße,
    Nane

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  9. Hallo ihr zwei!
    Ich finde es ungeheuer mutig von der Autorin, dass sie um die Hintergründe besser zu verstehen, ein paar Tage in einer Psychiatrie verbracht hat.
    Da mich bei den Büchern die ich lese immer auch der Autor bzw. die Autorin dahinter interessiert, fand ich das Interview sehr spannend.
    Warum Menschen in die Psychiatrie eingeliefert werden?
    Eine Freundin von mir und ich hatten jahrelang keinen Kontakt mehr, nachdem sie weit weg gezogen war.
    Inzwischen haben wir wieder Kontakt und ich erfuhr, dass sie an einer schizoaffektiven Störung
    (einer Mischung aus Schizophrenie und Depression) leidet und deshalb eine Zeit lang in einer Psychiatrie war.
    Ich denke, die Gründe, warum Menschen in die Psychiatrie eingeliefert werden, sind vielfältig.
    Manche sind eine Gefahr für sich selbst oder andere und brauchen eine geschlossene Umgebung, die sie aus dem gewohnten Umfeld herausnimmt und wo an ihrer psychischen Gesundheit gearbeitet wird.
    Liebe Grüße, Aletheia

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