Dienstag, 3. März 2015

[Blogtour] Häkelenten tanzen nicht - Die Welt eines Gehörlosen



Willkommen zur Blogtour
"Häkelenten tanzen nicht"
von Jennifer Wolf& Alexandra Fuchs

Passend zum Buch habe ich ein Thema gewählt, das viele interessieren könnte:

Die Welt eines Gehörlosen

Ich habe mich mit Jonas Straumann unterhalten dürfen und er hat uns ein paar interessante Einblicke gewährt.
Vielen Dank an dieser Stelle dafür!

Jonas.Wie du weißt spielen in dem Buch „Häkelenten tanzen nicht“ auch Gehörlose mit, wo wir schon beim Thema wären. Ich freue mich das ich dir ein paar Fragen stellen darf, um einfach auch für ein besseres Verständnis zu sorgen.


Vielleicht stellst du dich einmal kurz den Lesern vor!

© Jonas Straumann

Mein Name ist Jonas Straumann, 20 Jahre jung und CEO & Founder des interaktiven Magazins für Menschen mit Hörbehinderung www.hearzone.net «hearZONE». Seit Geburt auf bin ich gehörlos, bezeichne mich aber als hörbehindert. Mit einer Hörbehinderung zu leben ist für mich nicht besonders oder dramatisch. Ich fühle mich völlig normal dabei. Probleme tauchen aber dann oft in der Kommunikation auf, dann merkt man, dass eine Behinderung auch eine Belastung sein kann. Doch diese Barrieren sind nicht aufgrund meiner Hörbehinderung da, sondern dank der Gesellschaft.


Jonas, mich tät es interessieren, wie du mit deiner Behinderung aufgewachsen bist. Stand von Anfang an fest, das du Probleme beim hören hast?

Bei meiner Geburt konnte noch nichts diagnostiziert werden. Erst viel später in meinem vierten Lebensalter bekam ich meine erste Hörhilfe. Heute lacht man noch darüber, was diese alten Hörgeräte sollen. Aber dazumals war dies schon eine große Hilfe für mich. Probleme habe ich persönlich mit der Hörbehinderung nicht. Die Probleme machen meine Mitmenschen, indem sie keine Rücksicht nehmen oder einfach mangelhaft über das Thema aufgeklärt sind.


Ich stelle mir das sehr schwierig für dich und deine Familie vor. Haben dann alle bei euch Gebärdensprache gelernt?

Meine Eltern sind geschieden, als ich noch ein kleines «Bubi» war. Ich habe einen älteren Bruder. Aufgewachsen bin ich bei meiner Mutter. Gebärdensprache gab es in der Familie nicht. Ist auch ziemlich selbsterklärend, da ich der einzige Hörbehinderte in meiner Familie bin. So kam es natürlich dazu, dass ich die Lautsprache lernte bzw. beherrschen musste, wenn ich mich durchsetzen wollte. Heute sieht es jedoch anders aus. Ich habe den Schritt gewagt, nun langsam die Gebärdensprache zu lernen.
© Jonas Straumann


Wie verständigst du dich mit Freunden? In „Häkelenten tanzen nicht“, funktionierte das ja super über einen Chat-Kanal via Facebook, WhatsApp und Mail.

Freunde habe ich nicht wirklich viele. Mit meinem Mitmenschen kommuniziere ich in Lautsprache. Mit Gehörlosen versuche ich es mit Gesten, Pantomime aber auch Mimik. Wenn ich aber mit Hörbehinderten aus Deutschland oder anderen Ländern Kontakt habe, dann natürlich via Facebook. Auch intern bei hearZONE verlaufen Teamgespräche über den Gruppenachat und das funktioniert gut, trotz der Meinungsverschiedenheiten und ellenlangen Diskussionen. In einem Sitzungszimmer ist das nicht viel anders ;-)


Erzähl mir mal von den Hindernissen, die dir im Alltag begegnen, egal ob privat und beruflich.

Bewegt Euer Maul, redet deutlich, langsam und schwafelt nicht einen heißen Brei! Hören kann ich Euch, aber verstehen ist eine neue Sache! Nur weil ich so gut kommuniziere oder ein Hörgerät habe, muss das nicht bedeuten, dass ich wieder «hörend» bin, denn das vergessen viele immer wieder gerne. Kommunikation birgt überall Barrieren, ob privat oder beruflich. Nebengeräusche füllen meinen Tag und versauen mir ein interessantes Gespräch. Worauf ich aber heute sehr ansetze: Videos will ich gefälligst mit Untertitel ansehen.


Gibt es etwas bestimmtes, was du gerne vereinfachen würdest?

Was meinst Du? Meine Hörbehinderung? An meiner Hörbehinderung würde ich nichts ändern wollen - kann ich auch nicht wirklich. Mit meinem aktuellen Beruf als CEO & Founder hearZONE will ich die Gesellschaft über das Thema „Hörbehinderung“ in vielen Perspektiven aufklären und das Thema näherbringen.

Es gibt ja unter anderem ein Cochlea Implantat (Cl), das einem Gehörlosen, das Leben erleichtern kann. Wie ist deine Meinung dazu?

Das Cochlea Implantat zählt nach wie vor zu einer Hörhilfe. Es ist kein Allheilmittel, das uns Hörbehinderten das Gehör vollständig wieder schenkt. Es wird oft so geworben, dass es unser Gehör heilen würde, aber dies ist nicht bei jedem der Fall. Das Cochlea Implantat hat bei jedem Hörbehinderten verschiedene Wirkungen/Steigungen. Einige hören damit wieder, andere haben keinen Erfolg. Auch bei mir stand das Thema zum CI im Mittelpunkt. Schlussendlich hänge ich an meinem Credo: Solange ich kommunizieren kann und ich mich nicht über meine Hörbehinderung beschweren muss, brauche ich auch nicht besser zu hören.


Die äußere Meinung!

Oftmals werden Gehörlose einfach als „Behinderter“ abgestempelt, welcher oftmals als „nicht 100% Leistungsfähig“ gilt.

Oft wird Behinderung mit dem Wissenstand verbunden. Das sollte man nicht. Man denkt oft, Menschen mit Behinderung seien „dumm“ oder „ungebildet“. Ich persönlich sehe das Wort „Behinderung“ nicht als diskriminierend oder negativ behaftend. Behinderung bedeutet Barrieren. Und diese Barrieren verdanken wir den „gesunden“ Menschen. Wie wir Hörbehinderte oft auch sagen: «Wir können alles, ausser hören».

Du zeigst, das dem nicht so ist und das man sich durchaus auch beruflich spezialisieren kann.

Erzähle über deine beruflichen Erfahrungen.

Als gelernter Kaufmann, mit zweitbesten Absolvierung im Kanton Zürich habe ich mich bereits im letzten Lehrjahr dazu engagiert, mich für hearZONE einzusetzen bzw. hearZONE mit meinem Team auf die Beine zu stellen. In dieser Branche ist das kein leichter Job. Es fordert Geduld, Ausdauer und natürlich jede Menge Engagement. Gleich nach der Ausbildung habe ich mich dazu entschieden, selbständiger Unternehmer zu sein. Heute funktioniert das sehr gut und bekomme auch vielseitig positive Resonanz.


Meine Tätigkeiten lassen sich in Stichworte fassen: Administration, Kommunikation, Web- & Mediendesign, Grafik- & Videodesign, Korrespondenz, Organisation, Moderner Journalismus (redaktionell), Layoutdesign aber auch Musik (Drums, Gitarre - Komposition).


Darüber hinaus bist du zu einem großen Sprachrohr für die Gehörlosen geworden.

Nein. Es gibt hüben und drüben welche, die mein Engagement gut oder schlecht finden. Schlussendlich zählt der Einfluss, auf verschiedene Aspekte, den wir mit hearZONE haben.



Bei der Generali Versicherung bist du in deren aktuellen Werbung, aber auch sonst bist du redaktionell tätig.

Ich rede von „hearZONE – Das interaktive Magazin für Hörbehinderte“


Um was geht es da genau, magst du es uns kurz vorstellen?

hearZONE ist ein interaktives Magazin für Menschen mit Hörbehinderung. Sprich, Gehörlose, Schwerhörige, CI-Trägerinnen und Träger und Menschen mit Tinnitus ohne und mit Gebärdensprachkenntnisse. Kurz gefasst: Die Hörbehindertengemeinschaft. Mit sechs Leuten im Team führen wir zurzeit das größte Online-Angebot in der DACH-Region für Menschen mit Hörbehinderung. Auf hearZONE sind fast täglich Neuigkeiten online, Eventeinträge, ein monatliches Magazin welches kostenlos als PDF zum Download bereitgestellt wird, ein Netzwerk zum Austauschen und viele weitere Kleinigkeiten. Wichtig ist zu wissen, dass Nutzer hearZONE absolut kostenfrei nutzen können. Wie auch unser Slogan sagt: Lifestyle, Sport, Events, Hörhilfen - Wir sprechen mit Dir über die Themen, die Dir wichtig sind!



Wie empfindet ein Gehörloser Musik?

Phuu. Eine schwierige Frage die ich kaum beantworten kann. Ich persönlich nehme die Musik über verschiedene Kanäle wahr. Wenn ich das genauer erklären möchte, würde ich hier den Lesestoff mit Fachchinesisch sprengen. Gehörlose die musizieren haben immer total unterschiedliche Herangehensweisen oder Strategien. Die einen fühlen oder spüren die Musik, die anderen drehen die Bässe hoch und wiederum andere nutzen ihre physischen Fähigkeiten.


Machst du selbst welche?

Ja ich spiele seit zehn Jahren Schlagzeug, zwei Gitarre (Anfängerstadium) und komponiere seit meinen Teenagerjahren auch selber. Meine Werke sind in meinem persönlichen Facebook-Profil einsehbar. Ihr braucht keine Freundschaftsanfrage zu senden, mein Profil ist für jedermann öffentlich zugänglich.


Lieber Jonas, vielen Dank das du dir für mich :-) Zeit genommen hast. Du konntest unseren Lesern einen interessanten Eindruck vermitteln. Dafür Dank ich dir !



Ich wünsche dir für deine weitere Zukunft viel Erfolg!



Liebe Leser, ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick bekommen können. Morgen geht es schon bei Ina von Inas Little Bakery weiter. Sie informiert euch über das CI - Hilfe oder Fluch?

Natürlich könnt ihr bei unserer Blogtour auch eine Kleinigkeit gewinnen, dazu müsst ihr theoretisch eine Frage beantworten, aber ich dachte, das ihr vielleicht eine Frage gerne an Jonas stellen würdet, ich werde die Antworten dazu auch zeitnah veröffentlichen.
Seid neugierig!

Gewinne
1.-2. Preis
je eine Häkelente, 1 eBook im Wunschformat "Häkelenten tanzen nicht", 1 Autogrammpostkarte signiert

3.-5. Preis
1 eBook im Wunschformat "Häkelenten tanzen nicht", 
1 Autogrammpostkarte signiert

Viel Glück!

Ausgelost wird unter allen kommentierenden Bewerbern
  •  Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungs/Sorgeberechtigten
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden(Gewinnerpost) und das ihre Adresse dem Verlag zwecks Gewinnversands übermittelt wird.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne möglich
  • Keine Haftung für den Postversand
  • Versand der Gewinne innerhalb Deutschland - Österreich - Schweiz
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Hier die Übersicht der Blogger

28.2.
Ausführliche Buchvorstellung + Entstehungsgeschichte
Sheerisans Bücheruniversum von www.sheerisansbuecheruniversum.de
1.3.
Social Media
2.3.
Modern Dance
Jacqueline Szymanski von www.linejasmin.blogspot.de
3.3.
Die Welt eines Gehörlosen
Katja & Sandra von www.kasasbuchfinder.de
4.3.
Cl - Hilfe oder Fluch? - Was ist das eigentlich?
5.3.
Gewinnerbekanntgabe im Laufe des Tages bei allen teilnehmenden Bloggern

Kommentare:

  1. Einen wunderschönen Guten Morgen :)
    Die Seitengestaltung ist ja nun schön kunterbunt, gefällt mir sehr gut!

    Das Interview mit Jonas Straumann fand ich sehr spannend zu lesen. Insgesamt finde ich es ein sehr interessantes Thema und stimme Jonas zu, dass die Gesellschaft deutlich besser aufgeklärt werden muss über die Hörbehinderungen. Erst vor 2 Wochen in meinem Urlaub hatte ich ein sehr nettes Gespräch mit einem Menschen mit CI.

    Eine Frage fällt mir dazu jetzt jedoch nicht ein.

    Liebe Grüße
    Katharina

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  2. Hallo und guten Tag,

    schöne neue Bloggestaltung,finde ich.

    Danke für das interessante Interview mit Jonas Straumann.

    Meine Frage an Jonas Straumann wäre, .

    Welche Tipps im Umgang mit Menschen mit Hörbehinderung gibt es bzw. welche möglichen Fehler sollte man vermeiden? Als Normale fühlt man sich da immer so gehemmt und hilflos, so möchte ich es mal ausdrücken. O.K.

    Bin gespannt auf die Antwort...LG..Karin..

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    Antworten
    1. Hallo Karin

      Vielen Dank dass Du das Interview gelesen hast :-) Deine Frage möchte ich natürlich auch gerne beantworten.

      Mit einem Hörbehinderten zu kommunizieren müssen folgende Aspekte beachtet werden. Halte stets Blickkontakt, weil wir Hörbehinderten von Deinem Mundbild ablesen müssen. Fehlt der Blickkontakt, ist die Kommunikation bereits enorm erschwerend. Spreche langsam und deutlich - aber nicht zu deutlich, weil sich dann Dein Mundbild verfälscht. Dies hilft ungemein, eine bessere Kommunikation zu führen.

      Falls Du aber mit einem Gebärdensprachler intensiver kommunizieren möchtest, lohnt es sich, die Gebärdensprache zu erlernen. Hierfür gibt es sogar eine tolle Fanseite von Rafael Kwapik, wo man Gebärdensprache via Facebook-Videos lernen kann: http://on.fb.me/1GLjOez

      Sage auf keinen Fall «Du willst nicht zuhören» oder «Du hast mich schon verstanden»! Das ist beleidigend, weil wir haben Momente, in denen wir es wirklich nicht verstanden haben, weil vlt Nebengeräusche da waren, oder Du zu schnell sprichst oder undeutlich warst. Bleibe stets bei der Kommunikation interessiert dabei, wiederhole - auch wenn - Dus manchmal zehnmal wiederholen musst!

      Wenn Du Dich tiefgründiger mit dem Thema Hörbehinderung beschäftigen möchtest, lohnt es sich, regelmässig die Seite www.hearzone.net zu besuchen :-)

      Lg Jonas

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  3. Hallo,

    interessantes Interview :)

    Mich würde interessieren ob ihm noch bestimmte Projekte für "hearZONE" vorschweben, die er noch verwirklichen will.

    LG
    SaBine

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    1. Hallo Sabine
      Auch Dir danke ich für das Lesen des Interviews.

      hearZONE ist Start-Up. Noch ist nicht alles erfunden. Für die Zukunft haben wir noch viele Projekte bzw. Bereiche geplant, die wir umsetzen wollen. Im Moment muss aber eine finanzielle Stabilität da sein, bevor wir einige Schritte weiter gehen können.

      Wenn Du uns unterstützen möchtest, kannst Du gerne einen kleinen Spendenbetrag überweisen. Die Kontodaten findest Du unter www.hearzone.net ganz zuunterst beim Button "Uns jetzt unterstützen".

      Lg Jonas

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  4. Im Buch wird erwähnt das einige menschen die kommunkation mit Hörbehinderten richtig meiden weil es ihnen zu anstrengende ist. Ist dir das auch schon mal passiert?

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    1. Immer wieder. Und das ist eigentlich gar nicht mal so selten. An diesem Punkt merkt man, wie traurig die heutige Gesellschaft eigentlich ist, wenn sie nur an einem Gespräch teilnehmen möchten, sobald es für sie nicht anstrengend wird.

      Man kann es auch anders sehen. Für einen Hörbehinderten ist es eigentlich anstrengender, denn wir müssen uns sehr bemühen, dass wir das Gesagte vom Gegenüber auffassen können. Viele denken oft halt nicht an ein Rollenspiel bzw. Perspektivenübernahme ;-)

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  5. Das Interview ist fantastisch! Ich kann nur den Kopf schütteln über Menschen, die so ignorant sind wie du es anscheinend immer wieder erlebst, Jonas.
    Ich meine, die meisten hält eine Sprachbarriere doch auch kaum ab, wo ist denn hier der große Unterschied?
    Übrigens habe ich wahnsinnig Respekt davor, dass du Lippenlesen (nennt man das so? :D) und Lautsprache beherrschst - und da ist es doch piepegal, dass man deutlicher sprechen muss. Wenn ich Leute mit Dialekt treffe, muss ich auch ständig nachhaken und sagen, dass ich kaum etwas verstanden habe. ^^ Also bezüglich der Kommunikation sehe ich da große Ähnlichkeiten mit der typischen Sprachbarriere, mit der jeder zu tun hat.

    Vielen Dank für das tolle Interview!

    Liebste Grüße
    Deniz

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    1. Hallo Deniz

      Einen Punkt möchte ich gerne berichtigen. Gerade weil ich lautsprachlich gut orientiert bin, was bei einem Hörbehinderten nicht als selbstverständlich gilt, denken meine Mitmenschen oft, es spielt keine Rolle, dass man deutlicher sprechen muss. Deine Aussage gibt genau das preis.

      Der Vergleich ist wie Apfel und Birne. Klar müssen Hörende auch nachfragen, aber das kann man nicht mit einem Hörbehinderten vergleichen, denn ein Hörbehinderter kann bis zu 80% weniger verstehen als ein Normalhörender.

      Weil gerade Hörende oft so beschränkt denken, haben wir ja diese Barrieren in unserem Alltag. Das ist schade!

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  6. Hallo!
    Danke für das interessante Interview! Mein Onkel hat eine geistige Behinderung u. ich wuchs mit ihm auf u. Dank ihn hab ich sehr vieles fürs Leben gelernt! Erstens hab ich keinerlei Berührungsängste u. 2tens erkannte ich von klein an das Menschen mit Behinderungen, egal welcher, die gleichen Gefühle haben wie Menschen ohne Behinderungen! und genau das vergessen leider sehr viele Menschen!
    Menschen mit u. Menschen ohne Behinderungen haben Gefühle, Gefühle die leicht zu verletzen sind dessen sollte man sich immer bewusst sein!
    Ich finds sehr schade das viele Erwachsene ihre Vorbildfunktion für Kinder vergessen! Ich möchte meine Kinder in einen Heilpädagogischen Kindergarten schicken, damit auch diese mit d Bewusst sein aufwachsen, das es egal ist ob ein Mensch durch eine Behinderung eingeschränkt ist od nicht die gleichen Rechte, die gleiche Gefühle u. das gleiche Recht auf Glück hat wie jeder andere auch!!

    Meine Frage an Dich lieber Jonas ist,
    Hast Du das Gefühl das Kinder mit Deiner Hörbehinderung leichter umgehen können als Erwachsene?

    Glg Mimi
    mimis.lesesucht@gmail.com

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    Antworten
    1. Hallo "Anonym" ?! :-D

      Ich bin von Geburt auf hörbehindert. Ich war nie hörend. So kenne ich den Unterschied zwischen hörend sein und hörbehindert sein nicht. Ich fühle mich mit meiner Hörbehinderung absolut gesund/normal. Menschen, die eine Behinderung von Geburt auf haben, kommen weniger zu Schwierigkeiten, als Menschen, die später be-hindert werden.

      Bei Kindern dasselbe. Kinder wissen in ihrem Alter nicht wirklich, was eine Behinderung ist oder was sie mit sich tragen müssen. Erst viel später, als ich dann selbst in der Primarschule war, merkte ich, dass ich "anders" bin. Aber daran gewöhnt man sich, man weiss, wie man sich mit der Behinderung durchschlagen muss.

      Wenn ein Erwachsener viel später eine Behinderung trägt durch Unfall, Impfung oder was auch immer... Will mir da jetzt nich vorstellen, was für ein Riesendrama diese oft daraus machen ;-)

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  7. Hallöchen. :)
    Erstmal danke für das umfangreiche Interview, durch ich vieles interessantes erfahren habe. :)

    Lieber Jonas,
    du machst sehr schöne Musik, die gefällt mir wirklich gut. :)
    Meine Frage an dich wäre, wie es kam, dass du dich in die hearZONE eingebracht hast?

    Alles Liebe,
    Katja

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    Antworten
    1. Kallo Katja

      Vielen Dank für Dein Kompliment. Meine Musik scheint nicht perfekt zu sein - aber hörbar! ;-)

      hearZONE ist im September 2013 als Hobby entstanden. Ich hatte nie die Absicht, es kommerziell weiterzuführen. Erst im Januar 2014 wurde hearZONE laufend ausgebaut mit einem Team aus Deutschland, die sich genauso für die Sache engagieren wie ich. Mit der Laufe der Zeit hat sich das Projekt tief in mein Leben verankert - es wurde zum grossen Bestandteil. Heute bin ich froh, mit meinem Team ein solch tolles Projekt auf die Beine gestellt zu haben :)

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  8. Ein wirklich tolles Interview und sehr informativ!
    Mit diesem Thema habe ich mich bisher noch gar nicht beschäftigt *schäm*, aber werde das mal schleunigst nachholen!
    Das "gesunde" Menschen die Barrieren stellen, kenne ich nur zu gut..

    Mich würde interessieren wie du die schulische Laufbahn gemeistert hast. Bist du auf eine normale Schule gegangen und wenn ja hast du ganz normal am Unterricht teilgenommen?

    Liebe Grüße,
    Jana

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  9. Hey,
    interessantes Interview. Wenn man nicht Gehörlose kennt und sonst nicht mit dem Thema in Berührung kam, ist einem vieles was in dem Interview erwähnt wurde, gar nicht bewusst.
    Meine Frage wäre: Ist es schwer Lippenlesen zu lernen? Wie lange hast du gebraucht und ist die Anfamgsphase nicht demotivierend?
    lg. Tine :)

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