Sonntag, 5. April 2015

[Interview] Interview mit Sabine Raml


Willkommen zum Interview mit Sabine Raml und
Frohe Ostern!

Ich freue mich euch wieder bei uns zu sehen. Heute habe ich neben dem tollen Gewinnspiel ein Klasse Interview für euch!



Hallo Liebe Sabine,


ich freue mich das ich dir ein paar Fragen stellen darf. Für mich als Leser ist es immer wieder spannend, auch mal hinter die Kulissen zu schauen.


Sabine, magst du dich vielleicht kurz vorstellen, bevor ich anfange dich zu löchern?

© Sabine Raml Privat


Gerne;-)
Ich bin Autorin, ein absoluter Natur-Freak und ich liebe das Meer. Ich praktiziere Yoga, tanze und lese viel. Wenn ich länger als zwei Tage nicht geschrieben habe, bin ich unausstehlich.


„Heldentage“ ist dein Debütroman und erst kürzlich bei Heyne fliegt erschienen. Der Traum eines jeden Autors gleich bei einem tollen Verlag unterzukommen.

Wie schwer war der Weg dort hin, als Leser hört man viel über lange Wartezeiten bei den Verlagen.

Hast du "Heyne fliegt" gezielt ausgewählt, als du dein Manuskript eingereicht hast?

Auch, wenn ich vor Heldentage schon einiges veröffentlicht habe, wollte es mit längeren Texten lange Zeit nicht so recht klappen. Ich habe Preise gewonnen, war auf Lesungen, aber irgendwann konnte ich die vielen Absagen kaum noch zählen. Dann hat das Manuskript zu Heldentage den Kinder-und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg gewonnen. Für mich war das wie ein Wunder, denn dieser Preis hat mir unglaublich viele Türen geöffnet. Einige Verlage waren sehr an dem Manuskript interessiert und so konnte ich in aller Ruhe überlegen, welcher Verlag am besten passen könnte. Bei Heyne fliegt hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass sie meine Heldentage wollen, also unbedingt wollen. Gott sei Dank war meine Intuition goldrichtig. „Mein“ Verlag steht wie ein Fels hinter meinem Buch und mir. Alle denken ja, bei mir ist nun alles toll, dabei vergessen sie gerne, dass es nicht ganz einfach ist, plötzlich in der Öffentlichkeit zu stehen und auch Kritik einstecken zu müssen. Der Verlag bzw. die Menschen, die für ihn arbeiten, helfen mir wirklich sehr.

„Heldentage“ spricht ja nicht nur die Hauptfigur als Heldin an, sondern regt zum Nachdenken an, ab wann ist man eigentlich ein Held. Wenn du einen Helden bestimmen müsstest, wer wäre dies für dich?

Ich muss dich leider enttäuschen. Es ist nicht so, dass ich sagen kann, Lieschen Müller von nebenan ist meine Heldin. Alle mutigen Menschen sind für mich Helden. Leute, die sich trauen, ihre Meinung zu sagen, die zur Not auch gegen den Strom schwimmen und die nicht nur ihre eigenen Schäfchen ins Trockene bringen wollen, sondern sich auch um andere kümmern. Aus meiner Sicht sind Kinder und Jugendliche viel eher Helden als wir Erwachsenen, weil sie viel engere Grenzen haben, in denen sie sich behaupten müssen.

Wie lange hast du an deinem Debütroman geschrieben, bis du ihn einem Verlag vorgestellt hast?

Heldentage ist die dritte Version eines Textes, den ich im Jahr 2004 geschrieben habe. Im Kopf habe ich lange neun Jahre daran geschrieben, auf dem Papier waren es dann weniger als fünf Wochen. So viel Zeit hatte ich noch bis zur Einsendefrist für den Kinder-und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg.

Als ernstes Thema ist auch Alkoholismus in deinem Buch. Hast du da ein wenig recherchiert oder dich eingelesen?

Alkoholismus begleitet mich von Kindertagen an, leider. Ohne diesen persönlichen Bezug hätte ich Heldentage sicher nicht schreiben können. Als Jugendliche habe ich die Welt nicht verstanden und in der Schulbibliothek nach Büchern zu dem Thema gesucht, aber kaum etwas gefunden. Damals war Alkoholismus noch ein Tabuthema. Als Erwachsene habe so ziemlich alles gelesen, was mir zum Thema Alkohol zwischen die Finger gekommen ist. Das ist bis heute so geblieben.

Jugendschutzgesetz: Findest du, dass man mehr Kontrollen haben müsste insbesondere für den Verkauf von Alkohol und Zigaretten?


Unbedingt! Es freut mich aber, dass es heutzutage generell bessere Kontrollen gibt. Zu meiner Jugendzeit konnte man schon mit 13 Jahren problemlos Alkohol oder Zigaretten kaufen, ich hoffe und vermute, dass das heute nicht mehr möglich ist. Und wenn jetzt jemand denkt (oder schreibt), dass es das auch damals nicht gegeben hat: doch, da, wo ich herkomme, im Ruhrgebiet, da gab es das und es war leider eher die Regel als die Ausnahme, zumindest in dem Umfeld, in dem ich aufgewachsen bin.

Ich bin neugierig, zeigt du uns, wo du immer schreibst?


© Sabine Raml Privat


Voilá, hier schreibe ich zwar nicht immer, aber meistens. Mein Schreibtisch ist eigentlich ein Esstisch, der mittlerweile auch arg mitgenommen aussieht. Und ja, ich liebe Schmetterlinge, und ja, ich liebe es bunt!

Gibt es regelmäßige Schreibzeiten bei dir?

Sobald ich Zeit habe, schreibe ich. Egal wann, egal wo, am liebsten stundenlang, tagelang….ihr wisst schon….;-)


Werden wir Leser bald schon etwas Neues von dir Lesen, arbeitest du schon an einem neuen Buch,

und kannst vielleicht schon etwas verraten?

Heldentage habe ich im Sommer 2013 geschrieben, das ist schon ziemlich lange her. Danach habe ich einen Roman für Erwachsene geschrieben, für einen Auszug daraus habe ich ein Stipendium im Künstlerhaus Eckernförde gewonnen. Dort darf ich diesen Sommer acht Wochen lang nur schreiben, das ist purer Luxus und ich freue mich wahnsinnig auf diese Schreibauszeit. Seit einigen Wochen arbeite ich an einem weiteren Jugendroman, möchte aber noch nichts verraten. Ich bin zwar ein Glückskind, aber ziemlich abergläubisch…


Liebe Sabine,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Möchtest du deinen Lesern vielleicht noch etwas sagen?

Habt Spaß am Leben und verliert eure Ziele nicht aus den Augen!

Heute stellt euch Sabine Raml die Bewerbungsfrage für den Lostopf!

Lea aus Heldentage will vor allem eins: endlich „groß“ sein, endlich volljährig.

Was war dein größter Wunsch, als du fünfzehn/sechszehn Jahre alt warst, und hat sich dieser Traum bereits erfüllt?

Macht mit und gewinnt eines von insgesamt 3 Büchern "Heldentage"
oder eine von 3 passenden Taschen zum Buch
Einfach die Tagesfrage beantworten und schon habt ihr eines von insgesamt 3 Losen für das Gewinnspiel gesammelt.

7.4.  Gewinnerbekanntgabe im Laufe des Tages
* Rechtliches*
  •  Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungs/Sorgeberechtigten
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden(Gewinnerpost) und das ihre Adresse dem Verlag zwecks Gewinnversands übermittelt wird.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne möglich
  • Keine Haftung für den Postversand

Kommentare:

  1. Hallöchen,

    Wie ich Jugendbücher mit ernsteren Themen finde ? Also ich finde es gut, wenn ein Buch ein ernst zunehmendes Thema behandelt, wie z.B. angenommen..-Scheidung. Solange, die Teens sich da wieder finden und das Buch stets aus mehreren Sichtweisen betrachtet wird, dass die Jugendlichen zum Denken angeregt werden, ist es perfekt. Das Thema sollte vom Autor/Autorin gut recherchiert sein und die Lesenden nicht in eine Richtung lenken. Wenn das Jemand gut schafft, finde ich das gut, da die Welt eben nicht rosarot ist, nicht alles ein glückliches Ende findet, beim Lesen vielleicht auch andere Sichtweisen bedacht werden, es zu weiteren Gesprächen anregt usw. . Wir haben mit unserem Sohn, durch Themenbücher, oftmals sehr, sehr gute Gespräche geführt.

    Allen nun noch ein fröhliches Osterfest, Danke für das informative Interview und ja, ich würde mich total über das Buch freuen.
    LG Silvia B. aus B.

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  2. Was für ein schönes Interview. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist schon doof wenn man mit Alkoholismus aufwachsen muss. Ich selber kenne das auch im Bekanntenkreis. Gar nicht so einfach.

    Bevor ich 16 wurde, war mein Wunsch immer länger draußen bleiben zu dürfen ;-). Ich war nämlich immer die erste die nach Hause musste. In der Woche um 19 Uhr und am Wochenende spätestens bis 21 Uhr. Als ich 16 wurde, gab es dann ein Papier wo ich in der Woche bis 22 Uhr und am Wochenende bis 24 Uhr raus. Das war purer Luxus für mich. Aber als ich es durfte, habe ich es gar nicht so oft genutzt :-D.
    Bei uns konnte man übrigens auch in bestimmten Läden schon Zigaretten und Alkohol mit 14 Jahren kaufen ;-). Also doch nicht so eine Ausnahme.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  3. Hallo :-)

    Vielen Dank für das tolle Interview!
    In dem Alter wollte ich ebenfalls groß werden und in die Usa reisen,was sich bereits erfüllt hat.

    Liebe Grüße und schönen Ostersonntag
    Katharina

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  4. Hallo Katja, hallo Sabine,

    vielen Dank für das tolle Interview. Zu meiner Zeit kam man auch ganz schön leicht an Zigaretten und Alkohol, aber ich hab das eigentlich nie ausgenutzt, ich war viel zu brav und vernünftig und auch ängstlich ;)

    Als ich 15 / 16 Jahre alt war, fing ich an, am Wochenende wegzugehen und hatte schließlich meine ersten richtigen Freund. Der wohnte aber 70 km entfernt. Damals war mein größter Traum endlich den Führerschein zu bekommen und selbst fahren zu können, damit ich nicht mehr von anderen abhängig bin. Dieser Traum hat sich natürlich mit 18 Jahren auch prompt erfüllt und seit dem genieße ich es, da hin fahren zu können, wo ich möchte ;)

    Liebe Grüße
    und frohe Ostern,
    Moni

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  5. Hallo,
    na das passt ja, ich bin zur Zeit 15 Jahre alt :D
    Mein großer Wunsch ist es, fliegen zu können? Und mein großer realistischer Wunsch ist eine eigene große Bibliothek, wobei ich mit meiner kleinen bisher auch zufrieden sein kann. Ansonsten warte ich schon sehnsüchtig auf den Sommer, um mit meinen Freunden richtig Spaß zu haben und im Sommer ist alles so viel besser. Und ich habe richtig Lust aufs Reisen bekommen, am besten an wunderschöne warme Orte.
    Liebe Grüße & frohe Ostern!
    Noemi
    nomefri@gmail.com

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  6. Hallo liebe Katja,

    Da ich fast 16 bin kann ich nicht sagen, ob sich meine Wünsche erfüllt haben, aber ich kann trotzdem davon erzählen. :D
    Ich wünsche mir viel zu reisen und viel zu erleben. Mein Traum ist es für längere Zeit in England zu leben. ♥
    Und später einen Beruf zu haben, der mit Büchern zu tun hat, wie Lektor oder Buchhändler. :)

    Ganz liebe Grüße und dir frohe Ostern,
    Hannah

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  7. Einer meiner größten Wünsche war es zu der Zeit, glaube ich, einmal meine Lieblingsautorin zu treffen und dieser Wunsch ist tatsächlich schon in Erfüllung gegangen! Was nicht heißt, dass ich mir jetzt nicht wünsche sie noch einmal zu treffen XD

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  8. Hallo,
    Man muss auch msl über ernste Themen schreiben. Ich lese solche bücher gerne.
    Das ist bei mir gerade mal gerade 2 Jahre her ich habe noch so viel das ich erleben will. Auf jeden Fall mein abi schaffen einmal nach Kalifornien fliegen und nach Südafrika Reisen.
    Lg Sarah
    Sarah.girl15@hotmail.de

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  9. Zu der Zeit habe ich mir gewünscht, eine eigene Wohnung zu haben, um dort alles nach meinem Geschmack einrichten zu können. Das habe ich auch bekommen :-)

    Und mit Anlauf ins Lostöpfchen des heutigen Tages :-)

    P.S. Hätte gar nicht gedacht, dass das Buch bereits schon 2013 geschrieben wurde.

    LG
    Bina

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  10. Mein größter Wunsch, als ich 16 Jahre war... das klingt jetzt echt klischeehaft, aber das war die Zeit, als es bei mir mit dem Lesen erst richtig losging und ich wollte immer ein eigenes Zimmer für meine Bücher haben - und den Wunsch haben mir meine Eltern vor ca. 2,5 Jahren erfüllt, sodass ich endlich anfangen kann, meine eigene Bibliothek aufzubauen! :)

    Dir einen schönen Ostermontag noch!

    Liebste Grüße,
    Nazurka

    [buchrezensionen-nazurka@outlook.de]

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  11. Ach das ist schon so lange her xD Ich glaube, es bewegte sich auch rund um länger weg bleiben dürfen und Partys feiern. Ich war aber auch nie dem Alkohol und Zigaretten zugetan, ein voll umgänglicher (man will sagen langweiliger Teenager xD).

    Ich hab damals schon gern geschrieben (z.B. Schülerzeitung, aber auch Fantasy-Geschichten). Traum von damals Journalistin werden und ein Buch veröffentlichen. Und zumindest ersteres hat ja hobbymäßig auch irgendwie funktioniert.

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