Mittwoch, 1. April 2015

[Rezension] Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe von Alain Monnier


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  • Digitale Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Arche
  • erschienen am: April 2015
  • ASIN: B00PWI16KI
  • ISBN: 978-3-7160-2734-9
  • Preis 16,99€
  • Meine Wertung: 4/5
  • Reihe: -








Klappentext
Es sind ja immer die simplen Dinge im Leben, die Großes verändern. Da bestellt eine entzückende, etwas unterkühlte Französin in Toulouse einen neuen Kühlschrank – und der ist defekt. So weit, so normal. Aber dann: Marie – das ist die Schöne – ruft die Hotline der Firma an, die ihr das Haushaltsgerät verkauft hat, und was passiert? Nach und nach treffen 17 Kühlschränke in Maries Wohnung ein, während in Indonesien ein neues Thermostat auf seinen Transport ins ferne Frankreich wartet. Halb Europa ist unterwegs, um ihr zu helfen, und das bleibt natürlich nicht unbeobachtet: Das Fernsehen kommt, sogar die BILD aus Deutschland berichtet. Wie gut, dass Marie einen verlässlichen Freund an ihrer Seite hat. Er ist Schriftsteller und erzählt diese Geschichte so herzerwärmend komisch, dass mangels Kühlung nicht nur in Toulouse die Temperaturen steigen.
Autor
Alain Monnier, geboren 1954, ist promovierter Ingenieur mit dem Spezialgebiet
Solarenergie und arbeitet, wenn er nicht schreibt, für die Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien. Alain Monnier lebt, wie seine Heldin Marie, in Toulouse. Auf Deutsch erschien bisher sein Roman Unser zweites Leben (2008).

Meine Meinung
Autor Alain Monnier hat mit seinem Roman " Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe" einen sehr ansprechende Geschichte zu Papier gebraucht. Viele kleine Themen, mal witzig & amüsant, oder auch mal nachdenklich & authentisch, führen zu einem tollen Gesamtbild.
Ich persönlich finde den Sprachstil sehr interessant. Er ist herausragend und regt zum nachdenken an.
Dadurch das ein Erzähler den Part übernimmt die Geschichte an den Leser zu bringen, blickt man zwar hauptsächlich auf Marie, aber auch die anderen Personen kommen nicht zu kurz.
Die Charaktere präsentieren sich auf den ersten Blick nicht sehr tiefsinnig, wenn man die Geschichte beendet hat, hat man ein anderes Bild.
Ich finde Marie am Anfang eher ruhig, ja fast schon introvertiert und am Ende schlägt es ein wenig ins Gegenteil um. Besonders ihr Umgang mit Männer habe ich doch als authentisch wahrgenommen, weil ich denke das es viele Frauen gibt, die sich eben auf gewissen Gebieten unsicher sind, oder eben erstmal den passenden Deckel finden müssen.

Die andere Sicht der Dinge, die ich wirklich sehr amüsiert gelesen habe, war der Service Dschungel rund um den Kühlschrank. Ich habe da aber auch sehr die Ruhe und Ausgeglichenheit von Marie bewundert. Ich selbst wäre bei Kühlschrank Nr. 4 ausgeflippt und hätte alle die Überflüssig wären,  wohl verkauft :-).
Die 160 Seiten haben mich sehr gut unterhalten, auch wenn das nicht meine übliche leichtlebige Lektüre ist.
In der Geschichte bekommt man viel Witz & Gefühl, aber man sollte es wahrlich nicht für einen Liebesroman halten.

Fazit
Spritzige, außerordentlicher Schreibstil sorgt hier für angenehme Unterhaltung.
Leseempfehlung!


Sterne
****

1 Kommentar:

  1. Das ist das tolle an Bücher - jeder nimmt die Personen anders wahr. Marie kam bei mir ganz anders an. Aber insgesamt stimme ich dir zu - ein tolles Buch, aber keine leichte Lektüre! LG

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