Mittwoch, 3. Juni 2015

[Interview] Thomas Klischke im Interview


Herzlich Willkommen zum vorletzten Tag unserer Blogtour von Käpt’n Kaos

Gestern wart ihr ja bei Christina zu Gast und heute erfahrt ihr bei mir etwas mehr über Autor Thomas Klischke, bevor ihr morgen zum Abschluss noch Bekanntschaft mit dem Fluch-O-Mat bei Julia macht.

Wer ist Thomas Klischke?




Lieber Thomas,

erst einmal vielen Lieben Dank, das du dir die Zeit für das Interview nimmst.

Die Käpt’n Kaos Reihe ist ja dein Erstlingswerk in der Literatur, magst du uns erzählen,
wie du auf die Idee gekommen bist, zu schreiben?

Ich schreibe seit vielen Jahren Theaterstücke für Kinder. Als in meinem Verlag ein Autor für eine neue Serie gesucht wurde, habe ich mich an der Ausschreibung beteiligt und gewonnen. Einige Ideen waren schon von einem Team skizziert (der Titel, das Raumschiff, Gräte), aber im Großen und Ganzen war ich frei, mir auszudenken, was ich will. Ich habe die Handlung für den ersten Band erfunden und zwei Kapitel geschrieben. Dann haben wir gemeinsam drei Jahre an den Figuren, den Geschichten, dem Fluch-O-Mat und mit Andreas Schuster an der Optik der Bücher gearbeitet.



Ich finde ja, das du ein sehr vielseitiger Autor bist. Du hast Schauspiel studiert und hast einen engen Bezug zum Theater. Inwieweit beeinflusst dies, deine Tätigkeit als Autor?

Eine schöne Frage. Irgendwie betrachte ich mich gar nicht richtig als Autor, denn ich überlege immer zuerst, was passieren wird, was die Figuren tun und aus welcher Motivation, wie es da aussieht und all die Dinge, die ich vom Theater her kenne. Ich denke sehr in Tempo und Aktion, weniger in Gesprächen, auch wenn ich die Dialoge in den Käpt'n Büchern sehr mag. Sie sind aber stark davon geprägt, wie ich die Figur auf der Bühne spielen würde. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf Bewegung, Überraschungen und Kurzweiligkeit, so wie ich es in einen Theaterstück tun würde.

Magst du uns deinen Arbeitsplatz zeigen, wo schreibst, bzw. arbeitest du ?



Woran arbeitest du derzeit, kannst du uns schon ein wenig was verraten?

Im Moment inszeniere ich PIPPI LANGSTRUMPF, danach werde ich den Sommer damit verbringen, mit einer Freundin ein neues Theaterstück zu schreiben. Und im Winter arbeite ich an einem Buch, das eine weibliche Heldin hat, die Prinzessin der Wawiewes. Die Wawiewes sind ein pilzgroßer Naturwesen-Stamm. Die Prinzessin geht durch dick und dünn, begleitet von zwei durchgeknallten Waziewergen, einem Menschenjungen und einem klugen achtjährigen Mädchen. Sie finden sehr viel über die Lügen der Erwachsenen heraus und decken Geheimnisse auf. Mehr darf ich noch nicht verraten. Ist ja klar!

Was motiviert dich als Autor in deinen Schreibphasen?

Neugier. Ich will immer wissen, was passiert und wie vor allem. Ich will wissen, was aus mir beim Schreiben herauskommt. Ich schreibe zuerst Treatments, in denen ich grob zusammenfasse, wie die Handlung aussieht damit ich mich nicht verzettele und den dramaturgischen Bogen im Blick behalte. Und wenn ich dann ein Kapitel starte, bin ich sehr aufgeregt, weil ich mir vorher keine Details überlege, sondern alles im Moment passieren lasse. Das klappt immer sehr gut. Ich erfinde einfach am Schreibtisch. Schlimm sind nur die Tage, wo gar nichts kommt. Aber die sind selten.



Warum schreibst du für Kinder?

Beim Schreiben denke ich nicht explizit an Kinder, ich schreibe für alle. Genauso wie ich ein so genanntes Kinderstück immer so mache, dass auch die Eltern und Großeltern viel Spaß damit haben können. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich in erster Linie selbst Freude beim Lesen haben möchte. Beim zweiten Arbeitsgang kommen auch Zweifel, dass ich mich frage, was ist witzig für Kinder, was für die Erwachsenen, was ist zu kompliziert oder verwirrend... Das macht die Arbeit manchmal schwierig, weil natürlich auch jeder, der an diesem Buch mitarbeitet, andere Ansichten hat, ob ein Satz, ein Kapitel oder eine bestimmte Beschreibung Kinder überfordert oder nicht. Oft es aber auch so, dass Erwachsene mit den Kaos-Geschichten überfordert sind und Kinder gar nicht so sehr.

Wie wichtig ist dir der Umgang zu deinen Lesern? Möchtest du ihnen vielleicht abschließend noch etwas sagen?

Wenn du ein Theaterstück schreibst, wird es aufgeführt und du sitzt in der Premiere mittendrin und kannst jede Reaktion spüren und miterleben. Und nach der Vorstellung kannst du mit anderen über das Stück reden. Als der erste Band von Kaos in den Läden stand, war ich ganz verzweifelt, weil ich nicht wusste, was jetzt passiert. Wer liest das Buch, wem gefällt es, wem nicht, warum nicht – es war ganz furchtbar. Nach und nach haben immer mehr Freunde angerufen, es gab viele Rezensionen und Kinder, die mir gesagt haben, wie sie es finden. Also - jetzt kommt die Antwort - ich finde den direkten Kontakt zu den Lesern lebensnotwendig und sehr bereichernd. Ich freue mich auf meine Lesungen, die Gespräche und alle Zuschriften und Korrespondenzen im Internet. 

 © der Bilder liegt bei Thomas Klischke

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Kommentare:

  1. Hallo Katja, Hallo Thomas,

    was für ein interessantes Interview und vor allem war ich ziemlich sprachlos bei der Zeit von 3 Jahren bis zu Band 1 vom Käpt'n KAOS. Wow..
    Außerdem freue ich mich schon sehr auf "Die Wawiewes". Das klingt sooo spannend schon wieder, dass man mehr als neugierig wird und am liebsten gleich loslesen möchte.
    Aber nun zur Frage, was für mich ein gutes Kinderbuch ausmacht.
    Ehrlich gesagt kommt es ganz auf die Geschichte an, um was es geht. Ist es zum Beispiel wie hier beim Käpt'n eine wirklich absolut kreative Geschichte solte es einfach spannend sein und auch unerwartete Wendungen haben. Im großen und ganzen, darf es also wirklich absolut voller toller Ideen sein.
    Ist es eher eine Mischung aus erfinden und Wahrheit, so sollte möglichst nicht zu deutlich hervorkommen auf was der Autor/die Autorin hinaus möchte sondern eher das ganze zwischen den Zeilen ablaufen, sodass die Kinder ins nachdenken kommen aber trotzdem Spaß am lesen haben.
    Ich denke die Mischung macht es bei allen guten Kinderbüchern. Spaß, Witz, Lachen, ganz viel Fantasie aber auch Themen die wichtig sind damit Kinder angeregt werden selbst nachzudenken bzw. mit ihren Eltern darüber sprechen.
    Ich denke ein absolutes Erfolgsrezept gibt es nicht. Vielleicht ist es einfach wichtig das der Autor/die Autorin im Buch "lebt", ich denke man versteht, wie ich das meine. Ein Buch ist dann authentisch, wenn man merkt, es steckt Herzblut darin und am besten werden wohl Kinderbücher, wenn der Verfasser selbst noch sein inneres Kind bei sich trägt!

    ich würde sehr gern für Band 3 in den Lostopf hüpfen, denn dieses bunte Abenteuer würden wir sehr gern miterleben

    Liebe Grüße und habt noch einen tollen Tag und DANKE für diese wirklich schöne Blogtour
    Lesesumm von LOVELYBOOKS

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  2. Liebe Katja, ich durfte ja bereits vor 10 Monaten Band 1 lesen und rezensieren:

    http://wasliestdu.de/rezension/der-erste-band-der-neuen-kaeptn-kaos-serie

    und würde mich über einen weiteren Band freuen, den ich ebenfalls wieder mit meinem Sohn lesen und rezensieren würde.

    Ein gutes Kinderbuch macht für uns aus: Immer wieder lustige Skizzen, die den Text auflockern und das Gelesene veranschaulichen.

    Außerdem einen kindgerechten und leicht verständlichen Tesxt.

    Figuren, die speziell sind und düber die man schmunzeln kann.

    Gerne würde ich - außer für Band 1, weil wir den ja schon haben - für egal welchen Band in den Lostopf springen, bevorzugt Band 2.

    Liebe Grüße Jarmila alias esposa1969

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  3. Ach so meine Email noch: jarmila_kesseler@yahoo.de

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  4. Liebe Katja, lieber Thomas,

    ein schönes Interview, Danke! : o )

    Die Inszenierung von Pippi Langstrumpf stelle ich mir spannend vor, immerhin regiert in Pippis Welt ja auch oft das Chaos...

    Nun aber zur Frage. Mein erster Gedanke hierzu ist ein ganz trivialer: Ein gutes Kinderbuch muss den Kindern gefallen! Ich finde es einfach wunderbar, wenn man Kindern vorliest und die sich dabei so richtig nach Herzenslust beömmeln. Aber genauso wichtig finde ich es, dass Kinderbücher dazu führen, dass man zusammen ganz automatisch ins Gespräch kommt, wenn die Kinder - animiert von der Geschichte - Fragen über Gott und die Welt stellen. Über viele Themen kann man so mit Kindern ganz intensiv reden, ohne dass das dann wie ein "erhobener Zeigefinger" daherkommt.

    Last but not least lese ich meinen Kindern nicht nur gerne Kinderbücher vor sondern lese sie auch gerne für mich selbst.Nicht nur um zu schauen, ob es schon das Richtige für meine Kinder ist, sondern auch, weil man in Kinderbüchern oft die unglaublich fantasievollsten Ideen findet!

    Da wir Käpt´n Kaos bislang noch gar nicht gelesen haben, würden wir uns insbesondere über den ersten Band freuen, selbstverständlich aber auch über einen der beiden anderen.

    Liebe Grüße,

    Heiko
    heiko73@t-online.de

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  5. Hallo Katja
    du hast dir für das Gewinnspiel eine schwere Frage ausgedacht ;-)
    Ein gutes Kinderbuch muss nicht mir gefallen. Es muss meinen Kindern gefallen. Nicht jedes Kinderbuch finde ich toll, wo der Nachwuchs YEAH schreit. Wir Eltern haben oft eine andere Sichtweise und möchten Pädagogisch Wertvolle Lektüre in denen die Kinder ganz viel Lernen.....
    Darum geht es nicht: Es geht darum in eine eigene Welt einzutauchen, mit den Protagonisten zu leiden und zu erleben.
    Ein gutes (Kinder)Buch ist für mich eine Lektüre die mich fesselt auch nach dem lesen. Ein Buch an das ich mich lange erinnern und auch gerne noch einmal in die Hand nehmen mag.

    Liebe Gr+sse
    Daniela

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  6. Wir würden sehr gerne Band 3 gewinnen.
    Das Kinderbuch muss den Leser in seinen Bann ziehen, spannend und/oder lustig sein. Meine Tochter möchte sich in die Figur hineinfühlen können und die Geschichte mit ihr erleben können. Meine Tochter mag auch lehrreiche Geschichten in denen Wissen vermittelt wird. Aber ohne den berühmten Zeigefinger.

    LG

    Conny
    Conny-chaos@web.de

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  7. Hallo,

    ein tolles Interview! Ein gutes Kinderbuch sollte für mich eine interessant Geschichte haben, die Kinder zum Lesen animiert. Die Figuren sollten sympathisch sein und so gestaltet, dass sich Kinder mit ihnen identifizieren können. Ich finde es immer toll, wenn Kinderbücher sehr lustig geschrieben sind oder auch ein aktuelles Thema aufgreifen. Besonders wichtig finde ich auch das Cover, das kindgerecht gestaltet sein sollte und die Kinder dazu bewegen sollte, das Buch zu lesen ;)

    LG (PPS13743@ku.de)

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  8. Hallo Katja, hallo Sandra,
    ich gutes Kinderbuch muss fesseln und spannend sein. Schon früh sollte man Kindern den Spaß am Lesen beibringen. Es sollte aber auch keine zu große und komplexe Moral haben. Ein paar kleine Weisheiten reichen (sowas wie das Freunde zusammen halen konnen, das man keinen ausgrenzen soll, Höflichkeit zahlt sich aus usw.). Es sollte was für Kinder und Eltern sein, das sie es meist gemeinsam lesen und meist auch gleich mehrmals :)
    Es sollte ohne Brutalität auskommen. Ich finde Kindern sollte man nicht zu früh den Glauben an das Gute zerstören.

    Viele Grüße
    Laura

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