Samstag, 27. Juni 2015

[Rezension] Summer Boys von Jennifer Wolf






  • Digitale Ausgabe: 83 Seiten
  • Verlag: Carlsen BitterSweet
  • erschienen am: Juni 2015
  • ASIN: B00Y2DZRNQ
  • ISBN-13978-3-646-60154-1 
  • Preis : 1,49 €
  • Meine Wertung: 5/5






SommerseeträumeHitzeflimmernGeheimnisliebe ...



Klappentext
Herzklopfen zulassen, das traut sich Ian nur bei MyFlirt. Doch die App kommt nicht gegen Fynn an. Heimlich in ihn verliebt zu sein lässt Ian davonschweben und von meeresblauen Augen träumen. Doch er muss sich zusammenreißen. Wie soll er sonst das Wochenende am See überstehen, wenn Fynn auch da ist?

Schaut doch mal bei Steffi von His&Hers Books rein, da findet ihr sogar eine Hörprobe zum Sweet
 

Autor
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

Meine Meinung
Autorin Jennifer Wolf liebt es mit Themen zu arbeiten, die bei anderen Menschen anecken. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich lese ihre Bücher recht gerne, weil sie mir eine gewisse Nachhaltigkeit vermitteln, mich immer wieder anstoßen, und mit zuflüstern, genauso!

Die Welt und vor allem die Menschheit teilt sich nicht in den Farben schwarz und weiß auf, nein wir müssen die Individualität des Einzelnen betrachten. Und genau dies ist es , was Autorin Jennifer Wolf in ihren Bücher immer wieder galant zum Ausdruck bringt.

In "Summer Boys <3" ist Fynn bunt, herrlich bunt und total ungezwungen, ganz im Gegensatz zu Ian.
Als Hauptfigur ist er sehr ausdruckstark herausgearbeitet und anfangs sehr, sehr grau.
Für ihn ist seine sexuelle Neigung ein Risiko mit dem er noch nicht umgehen kann. Er hat Angst vor Akzeptanz, der Reaktionen von Mitmenschen, vor allem bei nahestehenden Personen.
Er flüchtet sich in eine virtuelle Welt in Form einer APP. Scheinbar gibt es sowas ja wirklich, eben so wie Alibiagenturen ect.
Das ein fehlender, offener Umgang mit seiner Sexualität zu zahlreichen Missverständnissen führen kann, muss ich wohl nicht erwähnen. Es führt zum Stolpern von der einen zur anderen Seite und das Chaos breitet sich aus.

Dieses kann Jennifer Wolf ausgezeichnet auf wenigen Seiten rüberbringen. Emotionale Gefangenheit mit Sehnsucht einem Menschen ganz nah sein zu wollen.
Auch wenn ich oft fluche, das die Geschichte eigentlich ein ganzes Buch füllen könnte, denke ich das die kleinen BitterSweets genau das richtige für zwischendurch sind. 
In Diesem, kommt der Denkanstoß noch dazu, das alle Menschen ein Recht darauf haben zu lieben, und zwar wen sie wollen, und nicht welches Geschlecht, du vielleicht als richtig ansiehst.
Es ist schade das man das so direkt ansprechen muss, aber ich denke, bis selbst die Gesetze weltweit ins richtige Licht gerückt werden, sind solche Geschichten, wachrüttelnd und machen einem noch mal bewusst was es heißt zu lieben.

Liebe kann man nicht bestimmen, LIEBE passiert....

Fazit
Unbedingt reinlesen, hier erwartet euch keine Fantasy, sondern pures, sprudelndes Leben.
Absolute Leseempfehlung!



Sterne
*****

Kommentare:

  1. Ich denke, weil viele Leute heute noch nicht aufgeschlossen genug sind und mit vielen Vorurteilen behaftet. In Deutschland hat es auch viel mit der Religion zu tun, da die Kirche es ablehnt, da es nicht in ihr Weltbild passt und nicht in der Bibel steht.

    Ich wünsche noch einen schönen Samstag.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  2. Hallo und guten Tag,

    wer ist schon für alles offen...

    Es gibt noch immer wieder Sache, wo man sich einfach daran stößt..sei es andere geschlechtlich Ausrichtung, andere Religonen, andere Meinungen usw.

    Ich denke mir, dass ist normal und auch menschlich!

    Aber ich denke mir, es ist viel wichtig die Veränderungen auch zu akzeptieren und seine persönliche Einstellung möglicherweise auch mal zu überdenken...

    Und dann könnte auch vieles sich anderster gestalten, letztendlich liegt es an jedem einzelnen von uns. Wie wir uns persönlich verhalten, denken, fühlen und dann auch handeln.

    LG..Karin..

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  3. Huhu :)
    Auf dieses bittersweet bin ich besonders gespannt.
    Eine solche Geschichte habe ich ehrlich gesagt noch nicht gelesen und da ich den Schreibstil der Autorin sowieso so gerne mag, habe ich gleich zwei Gründe es zu lesen :D

    Ich glaube das hat viel mit Vorurteilen aber auch der Religion zu tun. Vielleicht wird in vielen Ländern eben noch gedacht, das nur die Liebe zwischen Frau und Mann richtig ist, da man sich auch nur so vermehren kann...
    Ich bin froh das zur Zeit ein Umschwung stattfindet und viele Leute auch immer toleranter werden. Denn jeder sollte lieben wen er möchte :)

    Liebe Grüße,
    Jana

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  4. Huhu,

    ich glaube, dass viele ihre Liebe nicht so gerne öffentlich zeigen möchten und viele haben gegenüber solchen Paaren auch Vorurteile oder verstehen es einfach nicht, warum diese heiraten oder zusammen sein wollen.

    Schöne Grüße
    Linnea

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  5. Sonjas Bücherecke27. Juni 2015 um 15:29

    Hallo,

    zuerst einmal ein dickes Lob. Die vorgestellten Bittersweets sind einfach alle klasse. Das heutige gefällt mir auch besonder gut.

    Da kann ich mich den Kommentaren der anderen nur anschließen, ist findet ein Umdenken statt, hat vielleicht auch mit der religiösen Einstellung zu tun. Und es hat natürlich auch mit Toleranz innerhalb der Gesellschaft zu tun.

    Wünsche ein schönes Wochenende.
    LG Sonja

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  6. Heyho,

    diese kleine süße Geschichte wird bestimmt Freunde und Feinde finden, denn sie ist tatsächlich mal etwas anderes. Es ist schön, dass es Autoren gibt die immer mal wieder das ganze anstoßen. ,o)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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  7. Das ist eine gute Frage...die stell ich mir persönlich auch immer wieder..(wenn auch nur auf Deutschland bezogen).
    Ich denke, dass viele einfach noch viel zu verbissen und eingefahren sind ... alles was nicht der vorgegebenen Normalität (wobei sich hier ja schon wieder die Frage stellt, was normal ist) entspricht, ist nicht richtig -- so wird es leider oft gesehen.
    Ich denke das hängt viel von der Religion, der Erziehung und dem Umfeld ab... in anderen Ländern ist das oftmals ja eine Glaubenssache... und das wird auch noch ein sehr langer Weg sein bis das überall akzeptiert und toleriert wird.

    Ein gutes Beispiel ist ja jetzt Amerika ... wurde aber auch Zeit.
    Und hier in Deutschland, ja ... was soll ich dazu sagen... es muss einfach offener damit umgegangen werden, kein so Schubladendenken stattfinden .. aber genau das ist das Problem. Entspricht man nicht einer Norm, wird man schräg angeschaut und dementsprechend behandelt ... und das ist traurig.

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  8. Ich denke, das liegt an mehreren Faktoren, aber einer davon ist sicherlich der religiöse Glaube. Viele Menschen sind da in ihrem Denken wohl einfach noch zu festgefahren. Aber es ist schön zu sehen, dass sich da momentan etwas tut, wie man am Beispiel von Schottland sehr gut sehen kann. Wäre schön, wenn es so weiter geht! ^^

    Liebe Grüße,
    Alissa

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  9. Huhu,

    vermutlich ist dieses konservative Mann-Frau-Denken noch zu stark in den Köpfen verankert, um den gesellschaftlichen Umschwung zu verwirklichen. Das ist wirklich schade, und ich hoffe, dass Homosexuelle auch in Deutschland so bald wie möglich gleichberechtigt werden.

    Liebe Grüße
    Lisa
    trulla97@web.de

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  10. Hallo,
    das Denken, dass nur Mann-Frau richtig ist, ist einfach in vielen Köpfen noch immer verankert. Jahreland war Homosexualität (und ist es teilweise auch immer noch) ein Tabuthema. Das stammt außen den Zeiten wo auch Frauen noch minderwertig waren.
    Ich finde es schön, dass es in diesem Thema langsam zu modernem Denken kommt; der Wählerentscheid im erzkatholischen Irland ist da das beste Beispiel für und eins was man anstreben sollte.
    Mit dem Zug jetzt von Amerika hoffe ich auch, dass Deutschland bald folgt und die Ehe für alle gleich sein wird.

    Alles Liebe
    Sophie

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  11. Moin Moin

    das ist mal wieder eine ser schöne gelungene Tour.
    Ich galube das wir noch nicht überall die Homoehe haben weil viele Gesellschaften noch an Alten Werten kleben aber nach und nach werden diese Bröckeln (zumindest in den westlichen Ländern) und bald wird niemand mehr blöd angeguckt werden. (Hoffe ich)

    Lieben Gruß
    Tina
    meinbuchmeinewelt.blogspot.de

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  12. Ich weiß es und verstehe es eigentlich nicht, denn Liebe ist Liebe egal zu wem, aber ich glaube das ist die Angst vor dem Unbekannten. Immernoch gilt Ldie Liebe von Mann und Frau als Normal und homosexualität als unnormal. Ich finde das ist eine Einteilung wie schwarz und weiß und dick und dünn. Das Kind braucht einen Namen und hier ist er leider noch recht negativ behaftet. Ich würde mir wünschen das alle Lieben dürfen wenn sie wollen. In allen Ländern und ohne Angst davor bestraft zu werden. Eine Ehe wäre dabei toll, aber doch gibt es ja noch Länder wo gleichgeschlechtliche Partner um ihr Leben fürchten müssen. Das sollte ein Ende haben.
    LG Natalie

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  13. Hallo Katja,
    ich glaube, das liegt daran, dass es nicht in das alte "Idealbild" passt und man nicht bereit für eine Veränderung ist, doch diese Vorstellung ist schon überholt und sollte angepasst werden. Liebe ist eben Liebe, egal ob männlich oder weiblich.
    Liebe Grüße,
    Noemi

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  14. Ein sehr interessanter Beitrag zu einem tollen Bittersweet, das ich unbedingt noch lesen will, denn ich mag Jennifer Wolf auch sehr gerne.
    Ich stimme hier meinen Vorkommentierern zu, es ist eine Sache von Vorurteilen und Unverständnis. Wenn man selber diese Gefühle nicht kennt, fällt es den Meisten Leuten schwer, das zu verstehen und auch zu akzeptieren.
    Und eben auch die Religion spielt eine Rolle, Christentum, aber auch viele Andere, die das noch nicht anerkennen.
    Vor allem die Unterschiede in den verschiedenen Ländern finde krass, in manchen Ländern darfst du mittlerweile heiraten und in manchen Ländern musst du fast um dein Leben fürchten, wenn du dich outest. Das ist doch auch absolut gemein!

    Liebe Grüße,
    Jana

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  15. Huih, da ist aber jemand begeistert ;)

    Hmmm... ich denke, dass gibt es noch nicht weltweit, weil es einfach zu viele engstirnige, konservative und rückständige Menschen gibt, die alles was "anders" ist nicht akzeptieren wollen. Leider!

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

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  16. Einen schönen guten Abend :)

    Dieses bittersweet macht mich wirklich sehr neugierig und es ist passend zum tagesaktuellen Geschehen erschienen...Gleichgeschlechtliche Paare dürfen nun auch in den USA heiraten :)

    Zur Frage:
    Was glaubst du, warum gibt es die Freie Liebe - spricht auch eine Ehe mit gleichgeschlechtlichen Partnern noch nicht weltweit.

    Vorurteile, Unverständnis, Religion...ich glaube da gibt es einfach sehr viele Gründe. Akzeptanz und Toleranz ist leider nicht überall so wichtig.

    Liebe Grüße
    Katharina

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