Sonntag, 12. Juli 2015

[Rezension] Wo der Regenbogen anfängt - Julia Bohndorf





  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: SadWolf
  • erschienen am: 15. Juni 2015
  • ISBN-10: 3981712730
  • ISBN-13: 978-3981712735
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Meine Wertung: 5/5
  • Originaltitel: -






Klappentext
Maeve und Niamh McKee sind Vollwaisen. Zu allem Überfluss kämpft die elfjährige Niamh gegen Leukämie und ihre 21 jährige Schwester scheidet als Knochenmarkspenderin aus. Die beiden begeben sich auf einen Road Trip von Berlin nach Wicklow in Irland, um Niamh neuen Lebensmut zu geben und vielleicht sogar, in der Heimat ihrer Eltern, einen passenden Spender zu finden. Die Fruchttüte in der Big Mac Verpackung und der verhedderte Regenschirm in der Bärenfellmütze vor dem Buckingham Palace bilden nur den Anfang von Ereignissen auf einer Reise, die neue Lebensfreude und Zeit zum Lachen und Weinen schenkt. Doch kurz bevor sich der Road Trip dem Ende neigt und der quälende Krankenhausalltag wieder Einzug hält, erscheint das personifizierte Glück in Form eines scheinbar fantastischen Wesens vor den Schwestern und benötigt dringend ihre Hilfe ... 
»Wo der Regenbogen anfängt ...« ist ein Jugendbuch mit dramatischen und fantastischen Elementen. Es handelt von der Suche nach dem Glück und von einer Reise, die in Wirklichkeit niemals möglich wäre. Akute Leukämien sind lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tod führen. Eine Stammzellentransplantation ist die wohl wirkungsvollste Therapie, doch leider findet jeder fünfte Patient keinen Spender. Einfühlsam eröffnet Julia Bohndorf jedem Leser mit diesem Buch ein paar Denkanstöße und weckt mit einer belebenden Road Trip Geschichte Interesse für die bestehenden Möglichkeiten einer Knochenmarkspende.

Autor
Julia Bohndorf kam im Februar 1984 in der wunderschönen Bücherstadt Leipzig zur Welt.
Mit vierzehn schrieb sie ihre erste zehnseitige Geschichte und wurde von ihrer Deutschlehrerin gelobt, verbessert und animiert. Doch es gab vorerst keine weiteren Ausflüge in die Schreiberei. Dafür begann sie sporadisch mit dem Lesen von Büchern, die nicht in der Schule als Unterrichtsstoff behandelt wurden.
Vor gut 10 Jahren zog sie ins Weserbergland, arbeitet seitdem als zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, wird von ihren kleinen Patienten gerne Zahnfee genannt, ist glücklich vergeben und lebt mit ihrem zukünftigen Ehemann und den Hunden Adam und Frieda in einem Häuschen.
Mit dem Schreiben begann sie 2012. Zuerst aus einer größenwahnsinnigen Laune heraus, weil sie in den Jahren zuvor so viele Fantasybücher gelesen hatte, dass sie der Überzeugung war, schreiben könne sie auch. Außerdem hatten sich parallel zu den gelesenen Romanen eigene Ideen entfaltet, die darauf drängten erzählt zu werden. Und so schreibt sie auch heute noch.
Die erste Idee zu ihrem Debütroman »Wo der Regenbogen anfängt ...« träumte sie in der Nacht vor ihrem 29. Geburtstag und das Thema der Leukämie ließ sie von da an nicht wieder los.

Meine Meinung
Dieses Buch war mir gänzlich unbekannt, bis ich auf einer Sozial Media Plattform darüber gestolpert bin. Die Autorin suchte Leser und Meinungen zu dem Buch und somit kam ich in den Genuss es lesen zu dürfen.

Der Klapptentext hat mich schon sehr bewegt, da Leukämie ein Thema ist, was mich schon sehr betroffen macht. Kleine Kinder sollten sich nicht mit solchen lebendsbedrohlichen Erkrankungen auseinander setzen müssen, sondern einfach Spass am leben haben.
Aber leider ist es nicht immer so und die Familie muss einiges auf sich nehmen, um diesen schweren Weg gemeinsam zu meistern. Hoffen und Bangen ob man es schafft, ob ein Spender gefunden wird zehren doch sehr an den Nerven von allen beteiligten.
Schlägt die Chemo an? Müssen andere Maßnahmen ergriffen werden?

Nur wie ist es, wenn das Kind keine Eltern mehr hat die an deren Seite stehen?  So wie in dem Buch von Julia "Wo der Regenbogen anfängt"? Nur die große Schwester und die Oma sind an direkter Seite der Kleinen und versuchen alles, damit es ihr besser geht. Die restliche Familie ist leider nicht in der Nähe um Unterstützung und Halt zu geben.

Die Autorin erzählt ihr sehr einfühlungreich den Alltag mit der Erkrankung, die Gedanken und Gefühle des Mädchens, die Hoffnung die man haben muss und welche Steine einem im Wege liegen.

Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und bewegend, man verdrückt eine Träne beim lesen auf der einen Seite um direkt auf der nächsten Seite wieder lachen zu müssen. Hier herrscht ein Wechselbad der Gefühle.
Die Protagonisten sind sehr liebevoll ausgearbeitet worden, man fühlt, leidet und lacht mit Ihnen zusammen. Man schließt sie von der ersten Seite des Buches direkt ins Herz und hofft mit Ihnen.
Immer zwischendurch kommen die Tagebucheinträge der kleinen Niamh und erzählen Dinge aus Ihrer Sicht.

Was mir hier besonders gut gefallen hat war die große Schwester. Sie opfert sich komplett auf das Ihre Schwester noch Freude am leben hat. Sie stellt ihr eigenes Leben in den Hintergrund, um die Kleine lachen zu sehen. Alles in Ihrer Macht stehende wird versucht das Ablenkung im Alltag herrscht.
Die Reise die die beiden unternehmen könnte kein größerer Liebesbeweis sein.

Der Part mit dem Elfenwesen in der Mitte hatte mich kurz stocken lassen und Gedanken wie: nein bitte nun kein Fantasy kamen auf. Doch es war wirklich nur ein kleiner Abschnitt und danach war die Geschichte für mich auch wieder flüssig.
Im Abstand las ich dann das es ein Jugendbuch mit Low Fantasy Anteilen ist, das habe ich vorher leider überlesen und deswegen werde ich hier auch keinen Stern abziehen und volle Punktzahl vergeben.
Das hier war ein Buch was einen völlig gefangen nimmt und auch danach noch Gedanken an die Krankheit hervorruft.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war die nähere Infos zu ALL die im Epilog erläutert wurden.
Durch meinen Beruf kannte ich die Krankheit und hatte einen kleinen Einblick, was es für die Personen im Alltag bedeutet, aber die Zahlen waren mir nicht bekannt und haben mich schon schockiert.
Deswegen mag ich hier auch gerne noch mal erinnern:
Lasst euch einfach typisieren. Für euch ist es kein großer Akt, kann aber jemanden das Leben retten:
http://www.dkms.de/de

Fazit
Bewegend von der ersten bis zur letzten Seite. Eine schlimme Krankheit dem Leser ein bisschen näher gebracht und zum Nachdenken angeregt!

Sterne
*****

Kommentare:

  1. Hallo liebe Sandra

    ich hoffe es ist Ok wenn ich dich zitiere für die Blogtour von wo der Regenbogen anfängt. Ich verlinke den Blog natürlich auch. Der Beitrag geht am Montag online
    Wenn es nicht ok ist magst du dann eben bescheid sagen? Hier kommentieren reicht ich gucke dann nochmal nach :-)

    Lieben Gruß
    Tina
    meinbuchmeinewelt.blogspot.de

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  2. Hallo,
    na klar wäre das für mich ok, freue mich sehr darüber :)

    LG Sandra

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