Dienstag, 10. November 2015

[Rezension] Maluna Mondschein und das Feengeschenk von Andrea Schütze





  • Auflage: 1. Auflage 2014
  • ISBN-13: 978-3770740192
  • Seiten: 32
  • Sterne: 5/5
  • ab 4-6 Monaten
  • Verlag: Ellermann 
  • Preis: 12,99€










Klappentext:
Weit, weit weg im fernen Zauberwald lebt die kleine Gutenach-Fee Maluna Mondschein. Wie an fast jeden Abend verteilt Maluna auch heute Feengeschenke an die Kinder im Zauberwald, die ratzeschnell und tippeltoll ins Bett gegangen sind. Aber in dieser Nacht ist es sehr, sehr dunkel und immer neue Wolken schieben sich vor den Mond und die Sterne. Wie soll Maluna da nur alle Höhleneingänge und Fensterbrette finden?

Möchtest du Maluna auf ihrem nächtlichen Flug begleiten? Dann kuschel dich schnell in eine weiche Decke, und lass dir die Geschichte von Maluna Mondschein vorlesen.
Viel Spaß und gute Nacht!


Autorin:

Andrea Schütze kennt die kleine Gutenacht-Fee sogar persönlich. Sie hat nämlich zwei Töchter, und als die ältere noch klein war, wollte sie sehr oft nicht einschlafen. Durchschlafen übrigens auch nicht. Und weil ihre Tochter nachts ungern alleine wach war, haben die beiden irgendwann die Bekanntschaft mit Maluna Mondschein gemacht. Das hat die Autorin sehr erleichtert, denn sonst hätte sie diese Geschichte vor lauter Müdigkeit niemals aufschreiben können ... Inzwischen sind die Töchter schon fast richtig groß, aber Maluna kommt trotzdem hin und wieder noch vorbei und legt etwas auf das Fensterbrett. Aus alter Freundschaft.


Illustration:

Tina Kraus ist 1985 in Starnberg geboren und im Isartal im Münchner Süden aufgewachsen. 2005 ist sie nach Münster gezogen, um an der Fachhochschule Münster Design zu studieren. 2008 wurde sie für den Paperworld Card Award für innovatives Grußkarten-Design nominiert. Das Sommersemester 2009 verbrachte sie an der Duksung Women‘s University in Seoul, Südkorea. Seit 2009 arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin und Paper-Engineer.


Aufmachung:

Auf insgesamt 24 liebevoll Illustrierten, matt glänzenden Seiten erscheint dieses Buch in einer, nennen wir es „Doppelgestallt“, daher. Ein Teil der Geschichte ist relativ düster gestaltet, in dunklen blau und lila Tönen. Maluna ist schließlich eine Gutenacht-Fee, da spielt die Geschichte eben weitestgehend nachts. Die Gestaltung der Tagespassagen, in welchen weitestgehend Malunas Freunde auftauchen, greift auf satte Grüntöne zurück und erfreut mit viel Natur und Tierreich. Alles in allem wirken die Zeichnungen sehr weich und harmonisch. Eine Freude für das elterliche Auge.
Inhalt:

Mit ihrem schweren Rucksack beladen macht sich Maluna Mondschein Nacht für Nacht auf den Weg, um Geschenke an die Kinder im Zauberwald zu verteilen, die ohne großes Murren und fortwährenden Protest ins Bettchen gegangen sind. Malunas Problem bei diesem Unterfangen ist ihre Nachtblindheit. Sie schimpft wie ein Rohrspatz auf alles was ihr zu dunkel erscheint.
Dummerweise hat unsere kleine Gutenacht-Fee einen Fehler gemacht. Sie hat nämlich, ohne es zu merken, all Ihre Geschenke (Himbeerbonbons) in dieser Nacht auf der Fensterbank des kleinen Drachen abgeladen. Wieder und wieder ist sie im Kreis geflogen ohne es zu merken. Ein Glück für alle anderen Zauberwaldkinder, wie den kleinen Bär oder den kleinen Zauberer, dass der kleine Drache gerne und selbstverständlich teilt und gemeinsam mit ihnen ein Picknick abhält.


Meinung:

Wie jedes Bilderbuch habe ich auch dieses, erst einmal ohne den Text zu beachten, gemeinsam mit Emma durchgestöbert und wir haben uns der netten Zeichnungen erfreut. Beim ersten lesen des Textes musste ich laut los prusten vor lachen, als die Passage kam, dass die Gutenacht-Fee Kinder Belohnt, die ohne Prostete ins Bett gehen und Schlafen wollen. Emma fand das nicht so lustig. Glaube sie hat es persönlich genommen. Sie gehört nämlich selbst zur Fraktion der Kinder, die nach eigener Aussage auf das nächtliche Schlafengehen auch getrost verzichten könnten. Mit dem Durchschlafen hat sie es im übrigen dann auch nicht so wirklich. Die Erwähnung der Autorin über eben jenen Umstand bei ihren eigenen Kindern hat dazu geführt, dass ich das Buch gleich ins Herz geschlossen habe.


Fazit:

Eine Vorlesegeschichte die eine große Portion Selbstironie verlangt, dann aber zum Schmunzeln anregt. Schön aufgemacht und nett geschrieben, auch wenn Malunas Kreativität beim Schimpfen den ungeübten Vorleser ziemlich herausfordert. Ich bin gegen das hineininterpretieren von vermeintlich pädagogischen Inhalten und Werten bei Geschichten wie dieser. Soll ja nach wie vor jeder machen was er für richtig hält. Deshalb auch kein weiteres Wort darüber. Wenn Maluna Mondschein wohl nicht dazu beitragen wird, dass Emma ihren Platz im Familienbett aufgibt und damit aktiv zur Wahrung von Papas Nachtschlaf beiträgt, so erinnert sie mich doch daran geduldig zu bleiben. Mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht. Danke.


Sterne
5 von 5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Yay, endlich mal ein Büchlein, welches geeignet ist, um es meinem Patenkind zu schenken. Ich, fest gewillt, die Büchertante (und die SchweizerSchoggitante *g*) zu sein, sammel nämlich grad potentielle Buchgeschenke zusammen und da schwankt's grad ständig zwischen "hm, schon bissl zu alt dafür" und "wenn du jetzt schon ein halbes Jahr älter wärst". :/

    LG,
    Tanja

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