Samstag, 23. Januar 2016

[Rezension] Umdrehungen: Das Leben steht still – Sonja Bethke-Jehle






  • Preis 9,99€
  • Taschenbuch
  • 256 Seiten
  • Books on Demand
  • erschienen am: 24. August 2015
  • ISBN-10: 373863519X
  • ISBN-13: 978-3738635195
  • Sterne: 4/5








Klappentext laut Amazon
Ben und Zita sind frisch verliebt. Doch sie dürfen nur wenige Wochen der Unbeschwertheit erleben. Das Schicksal zwingt sie von heute auf morgen dazu, sich neu zu orientieren. Ein Unfall stellt sie auf eine harte Probe, als Ben schwer verletzt und mit einem Leben im Rollstuhl konfrontiert wird. Bei der Aussicht darauf, sich mit einer bleibenden Behinderung arrangieren zu müssen, reagiert er überfordert. Er zweifelt, ob Zita diese Herausforderung mit ihm bestehen und die Beziehung dieser Belastung standhalten kann. Zu seiner Überraschung verspricht Zita, bei ihm zu bleiben. Allerdings ahnen die beiden nicht, welch steiniger Weg vor ihnen liegt, und was er ihnen abverlangen wird.

Meine Meinung
Ben und Zita, zwei junge Leute, die sich gerade erst finden. Die Liebe ist noch recht frisch, das vorantasten noch nicht abgeschlossen. Doch sie können leider keinen ruhigen gemeinsamen Weg gehen.
Ben erleidet während der Arbeitszeit einen folgenschweren Unfall, der sein ganzes Leben verändern wird. Als Polizist wird er während eines Einsatzes in den Rücken geschossen. Diagnose: Querschnittslähmung! Von nun an wird er sein leben in einem Rollstuhl verbringen müssen.
Lange Zeit im Krankenhaus, Wochen danach noch in der Reha. Er muss nun erst mal mit sich selber zurecht kommen, seinen Alltag neu gestalten und sich zurecht finden. Doch immer an seiner Seite, seine Launen tapfer ertragend: Zita. Sie hilft ihm wo sie nur kann, versucht alles das er sich wohl fühlt, organisiert, hört ihm zu und muss sich dabei noch gegen die Eltern widersetzen. Das Studium fällt ihr auch nicht gerade in den Schoß und somit hat sie eine gehörige last auf Ihren Schultern zu tragen.
Freunde sind an der Seite der beiden und hören zu und helfen mit wo sie Möglichkeiten haben. Hier zeigt sich ganz toll dass Menschen, auch wenn sie sich nicht unbedingt mögen, für ein gemeinsames Ziel zusammen halten. Bens Freunde sind skeptisch was Zita angeht, sie wäre zu flatterhaft. Doch sie belehrt alle eines bessern.

Ich muss sagen dass die Autorin hier eine Geschichte mit Charakteren geschaffen hat die einen stolz machen. Eigentlich stehen beide mitten im Leben, ein schwerer Schicksalsschlag treibt sie zusammen statt auseinander. Zita erträgt tapfer die Launen Ihres Partners, sie hofft dass es ihm schnell wieder besser geht, er sich zurecht finden wird. Sie liest viel, organisiert, aber das wichtigste ist: sie ist einfach für ihn da!
Ben verfällt natürlich, was ja auch zu erwarten war, in Depressionen, sieht zeitweise keinen Sinn mehr. Aber auch er kämpft sich tapfer durch, versucht so viel es geht selbstständig zu meistern. Er schottet sich ab, will niemanden sehen. Denke das ist eine normale Reaktion da er sorge hat dass jeder auf ihn bzw. seinen Rollstuhl schauen wird.

Eine sichtbare Behinderung ist für Menschen, warum auch immer ein Blickfang, jeder glotzt, manchmal kommen bestimmt auch dumme Kommentare. Ich glaube, man muss sich ein sehr hartes Fell zulegen, wenn man in eine solche Situation kommt. Der Grad zwischen helfen wollen und Mitleid ist hier nur sehr gering und Hilfsbereitschaft wird bestimmt auch öfter falsch aufgefasst und fehlinterpretiert.

Die Autorin erzählt in diesem Buch aus verschiedenen Sichtweisen, wie Ben, Zita und auch Freunde des Paares diese Situation im Alltag erleben. Glaube, dass man so schon einen guten Einblick in das Leben eines Rollifahrers bekommen hat, die Hürden des Alltags, das miteinander Leben und die Bürokratie für Hilfsmittel. Das ist ein Punkt der nicht zu unterschätzen ist.

Aber genau das mit den Sichtweisen ist der Grund warum ich auch leider einen Punkt abziehen werde. Manches wiederholte sich dadurch einfach, das ist sehr schade. Denke diese Seiten hätten man eher nutzen können um mehr vom Alltag der beiden zu erzählen, wie sie alles erreichen was sie sich vorstellen, wie sie gegen Bürokratie kämpfen etc.

Fazit
Trotz allem ein klasse Buch was natürlich auch zum nachdenken anregt und ich jedem nur ans Herz legen kann!

Sterne
****

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