Mittwoch, 2. November 2016

Interview mit Christine Kabus


Willkommen !

Heute haben wir wieder ein tolles Interview im Gepäck - diesmal mit Christine Kabus und ihrem neuen Roman "Das Geheimnis der Mittsommernacht"
Ich finde ja, dass die Norwegenromane der Autorin eine enorme Sehnsucht auf das Land nach sich ziehen.

Heute erfahrt ihr mehr und vielleicht können wir euch ja ein Stück neugierig machen auf die Geschichte.

Habt ihr schon die anderen Artikel zum Buch gelesen?
Hier habt ihr noch einmal alles im Überblick






  • Preis: 9,99
  • Print
  • Seiten: 656
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • erschienen am: September 2016
  • ISBN:  978-3404174034
  • Reihe: Einzeltitel










Liebe Christine,

Vielen Dank das du dich meinen Fragen stellst und unsere Neugier befriedigen möchtest.

Magst Du Dich vielleicht für die Leser einmal kurz vorstellen?


© Christine Kabus




Christine: Ich lebe nun seit zwanzig Jahren in München und fühle mich hier mittlerweile sehr heimisch – auch wenn es so manches gibt, was mich nervt, z.B. die hohen Mietpreise ;-) Aber ich liebe die Nähe zu den Bergen in denen ich gern wandern gehe, und den vergleichsweise entspannten Lebensrhythmus der Stadt.

Aufgewachsen bin ich in Freiburg, zum Studieren (Geschichte und Germanistik) ging’s nach München und Heidelberg, es folgten ein paar Jahre als Regieassistentin und Dramaturgin an diversen Theatern, bevor ich 1996 nach München und in die Film- und Fernsehbranche wechselte. 2003machte ich mich als Lektorin und Drehbuchautorin selbstständig und schrieb für diverse Fernsehserien. 2011 getraute ich mich dann endlich, meinen Lebenstraum zu erfüllen und einen Roman zu schreiben… 


Dein aktueller Roman “Das Geheimnis der Mittsommernacht” spielt wie schon andere Bücher von Dir, in Norwegen. Hast du ein besonderes Fable für dieses Land, oder was genau fasziniert dich daran?


Christine: Abgesehen von der imposanten Landschaft, in der es wirklich noch Wildnis gibt und die Möglichkeit, ursprüngliche Natur zu erleben, ist es die Geschichte Norwegens, die mich fasziniert. Vor allem, weil dabei die wechselvolle Beziehung zu Deutschland eine wichtige Rolle spielt. Vor den dunklen Jahren der Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde das Verhältnis der beiden Länder von einem regen kulturellen und wissenschaftlichen Austausch geprägt, den ich hoch spannend finde. Diese vielfältigen Verbindungen inspirieren mich immer wieder aufs Neue zu meinen Geschichten.



Dein Roman spielt im Jahr 1895. Hier war es noch üblich, sich des Standes wegen zu verheiraten. Wie hast du zu diesem Thema recherchiert und wie stehst du selbst dazu?


Christine: Ich habe moderne, wissenschaftliche Abhandlungen gelesen und vor allem Romane, Zeitschriften, Lexika, Anstandsbücher etc. aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in denen das Thema Ehe, Stellung der Frau usw. aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.

Vor dem Hintergrund der damaligen Zeit kann ich verstehen, warum sich Frauen aus dem Bürgertum möglichst “gut” verheiraten wollten – es ging schlicht um finanzielle Absicherung und gesellschaftliche Anerkennung. Die allerwenigsten waren in der Lage, sich selbst zu versorgen – das war für sogenannte Höhere Töchter nicht vorgesehen, und dementsprechend mager war das Angebot an ehrbaren Berufen, die einigermaßen gut bezahlt wurden.

Ich persönlich wünsche mir, dass sich die Menschen unabhängig von sozialem Status, Vermögen, Religionszugehörigkeit, Nationalität und anderen “Äußerlichkeiten” verheiraten dürfen. Aber selbst in unserer angeblich so freien und aufgeklärten Gesellschaft gibt es nach wie vor Barrieren und Vorurteile. Es ist ja kein Zufall, dass in Partnersuche-Portalen Kriterien wie Einkommensverhältnisse, Beruf und Bildung eine wichtige Rolle spielen. Ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten, vor denen Paare aus unterschiedlichen Kulturkreisen stehen.



Wie entwickelst du deine Charaktere? Steht schon zu Beginn des Romans fest, wie die Figur sich entwickeln wird?


Christine: Bei den Hauptfiguren habe ich schon eine konkrete Vorstellung, wohin die innere Entwicklung gehen soll. Allerdings kommt es im Laufe des Schreibprozesses dann doch manchmal etwas anders. Das finde ich jedes Mal sehr spannend, denn dann entwickelt sich die Geschichte streckenweise auch anders als geplant. Da muss ich dann umdenken, was ich aber eigentlich nie schlimm finde, sondern sehr interessant. Toll finde ich es auch, wenn „plötzlich“ eine Figur auftaucht und „mitmachen will“.



Bekommst du eigentlich Vorgaben, wie lang Dein Roman werden darf?


Christine: Keine genauen, es sollten aber mindestens 400 bis 450 Seiten sein, da ja im Grunde immer zwei Geschichten erzählt werden. Nach oben gab es (bisher) noch nie begrenzende Vorgaben.


Antworte kurz und knackig:


Hund oder Katze       -     Hund

Insel oder Wüste       -     Insel

Bratkartoffeln oder Pommes  -   Bratkartoffeln

Romeo & Julia oder Game of Thrones   -  Romeo & Julia

Sommer oder Winter    -  Sommer


Ausblicke: Wie ich Dich bisher kennenlernen durfte bist Du doch bestimmt schon mitten in Deinem neuen Schreibprojekt. Darfst Du uns schon etwas Futter an die Hand geben und uns neugierig machen, was uns bald erwartet?


Christine: Ja, da bin ich tatsächlich schon mittendrin…

Es wird wieder ein rein historisches Buch mit zwei Protagonistinnen, deren Geschichten parallel erzählt werden. Es spielt größtenteils ebenfalls in Norwegen, dieses Mal im Jahr 1905. Und es gibt Bezüge zum aktuellen Roman…


Lieblingssongs: Welche Lieder begleiten derzeit deinen Alltag?


Christine: Ich höre immer wieder gern die Songs von Kari Bremnes. Aktuell lege ich öfter mal Choir of young Believers und The Green Children auf.


Liebe Christine, Danke für deine offenen & ausführlichen Antworten, ich bin schon sehr gespannt, was wir noch alles von Dir lesen dürfen. Magst du noch ein abschließendes Wort an deine Leser richten?


Christine: Zu wissen, dass es mittlerweile viele Leserinnen und auch Leser gibt, die meine Romane mögen und sich auf mein nächstes Buch freuen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Und es motiviert mich sehr beim Schreiben, das doch manchmal eine recht einsame Angelegenheit ist mit Phasen des Zweifelns.



 Gewinnspiel

Du möchtest gerne einen der nachfolgenden Preise gewinnen? Dann beantworte mit folgende Frage:
Was findest du an historischen Romanen reizvoll?
Schreibe uns deine Antwort bis zum 3.11.2016 unter diesen Beitrag und schon bist du im Lostopf.

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1. Preis: Ein signiertes Buch und ein Elch-Lesezeichen 

2. Preis: Pfefferminzdragees in Elchdöschen und ein Elch-Bleistift


3. Preis: Aufkleber mit typische norwegischen Motiven


 Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Kommentare:

  1. Hallo und herzlichen Dank für diesen schönen Abschluss der Blogtour! Historische Romane mag ich, weil ich es spannend finde, mir vorzustellen, dass die Ereignisse in dem Roman sich tatsächlich so zugetragen haben können. Außerdem finde ich es gut, mehr über historischen Hintergründe zu erfahren.

    viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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  2. Hallo und guten Tag,

    Danke für den tollen Abschluss mit dem Interview.

    Historische Romane mag ich, weil ich gerne auf Zeitreise gehen. Ich bin neugierig auf andere Länder, Kulturen, Menschen und ihre entsprechenden Schicksale.

    Man gewinnt als Leserin dabei, finde ich ganz neue Eindrücke und kann auch gut vergleichen seinen, eigenes mit dem von anderen...man lernt neues und begegnet vielleicht anderen Menschen in der Zukunft auch ganz anderster....

    LG..Karin...

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  3. Hallo,

    ich mag es einfach mich in eine andere Zeit hineinversetzen zu lassen und dabei gleichzeitig noch etwas aus dieser Zeit zu lernen :)

    LG

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  4. Sonjas Bücherecke2. November 2016 um 18:50

    Hallo,

    schade, dass heute schon der letzte Tag dieser interessanten Blogtour ist. Freue mich auch, wieder eine neue Autorin entdeckt zu haben.

    Was ich an historischen Roman mag: die geschichtlichen Hintergründe, die oft wunderbar beschrieben sind und den Leser direkt in diese Zeit katapultieren; das aufregende Leben zu dieser Zeit, man kann sich oft ein genaues Bild machen; die ganze Lebensumstände.

    Wünsche einen schönen Abend.
    Liebe Grüße
    Sonja

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  5. Hallo,
    Wieder eine neue Autorin kennen gelernt. Danke für das Interview.
    Zu deiner Frage: Was ich an historischen Romanen reizvoll finde?
    Nun, ich freue mich über gut recherchierte Vergangenheit. Es ist interessant wie die Menschen es damals mit weniger als mehr geschafft haben ihren Alltag zu bewältigen. Z.B. Kutschen statt Autos. Spülen und Waschen ohne die Maschinen dazu, mit Feuer und Kohle heizen und Kochen anstatt mit Strom und Gas. Es ist echt sehr beeindruckend, wei es mal gewesen war zu Heute. Wir würden bestimmt verzweifeln ohne den Fortschritt.
    Lieben Gruß Alex

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  6. Der besondere Flair und das man viele interessante Fakten kennen lernt.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  7. Hallo,
    Danke für das schöne Interview. In historischen Romanen liebe ich die geschichtliche Hintergründe, dass Gegebenheiten tatsächlich passiert sind und meist reelle Personen drin vorkommen. DIe Kombination mit einee tollen Story, Liebesgeschichte oder Familiengeheimnissen machen den historischenRoman für mich perfekt.
    LG Bettina Hertz
    bettinahertz66@googlemail.com

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  8. Ich mag historische Romane, weil ich ein absoluter Geschichts-Freak bin.
    Liebe Gruesse,
    Sandra

    dudu.sandra@virgilio.it

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  9. Hallo ,

    vielen Dank für den tollen und interessanten Beitrag.
    Ich mag historische Romane weil man lernt die Vergangenheit
    kennen und wie es damals war : die Hintergrunde ,die Menschen und die Lebensumstende.Ich finde auchinterssant wie damals Menschen gelebt haben , was getragen haben usw.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  10. Vielen Dank für dieses schöne Interview.

    Ich finde an Historischen Romanen immer reizvoll zu sehen, wie die Autorin / der Autor die vergangene Zeit wieder zum Leben erweckt. Da mich Geschichte sehr fasziniert, lese ich historische Romane besonders gern. :)

    Ganz liebe Grüße,
    Janine :)

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  11. Sehr schönes Interview. Ich finde es immer interessant, wie die Charaktere und Geschichten entstehen und die Autoren recherchieren.
    Was ich an historischen Romanen mag ist, dass sie in einer Geschichte die Gegebenheiten und Lebenssituationen einer bestimmten Zeit darstellen. So lerne ich viel lieber was über Geschichte und halte es auch besser in Erinnerung.
    Viele Grüße
    Carmen

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