Sonntag, 26. Februar 2017

[Rezension] Grausames Erbe - LS Hawker





Zitat:

"Was glaubst du, warum haben sie gebellt?"

"Sie haben es gerochen", sagte ich.

"Was gerochen?"

"Den Tod!"





 Allgemeines zum Buch
  • Preis: 16,00€
  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: HarperCollins
  • Auflage: 1 (6. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959670583
  • ISBN-13: 978-3959670586
  • Originaltitel: The Drowning Game
Klappentext
Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt – alles nur zu ihrem Wohl, wie ihr Vater betont. Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und befindet sich mit einem mal auf der Flucht vor der Polizei. Wie gut, dass ihr Vater sie auch für solche Situationen ausgebildet hat …

Über den Autor
LS Hawker wuchs in einem Vorort von Denver auf, wo sie eine Besorgnis erregende Faszination für True-Crime-Bücher entwickelte und Geschichten über menschenartige Früchte und jugendliche Straftäter schrieb. Ihren ersten Roman verfasste sie mit 14 Jahren. An der University of Kansas hat sie erfolgreich Journalismus studiert, danach eine Radioshow mit dem Namen „People are so stupid“ moderiert, für ein Fachmagazin korrigiert und als reisende Porträtfotografin fotografiert - bei alldem aber niemals ihre Leidenschaft für das Schreiben verloren. Sie hat einen urkomischen, verständnisvollen Ehemann, zwei großartige Töchter und eine riesige Musiksammlung. Sie lebt in Colorado, fühlt sich aber in Kansas spirituell zuhause.
Meine Meinung
Dieses Buch bekam ich als Rezensionsexemplar vom Verlag angeboten, vielen lieben Dank an dieser Stelle für das bereitstellen eines Exemplares!

Petty lebt seit 18 Jahren, nur zusamen mit Ihrem Vater, sehr abgeschotten in einer kleinen Hütte im Nirgendwo. Kein Kontakt zu anderen, da sie die Schule nicht besucht, das Haus kaum verlässt und auch nicht wie andere Jugendliche mit Fernseher und Handy ausgestattet ist. Sie hat einen seht strukturierten Tagesablauf, den Ihr Vater für Sie bestimmt und an dem sie auch nicht zweifelt. Sie geht auf dem Schrottplatz arbeiten und wird danach von Ihrem Vater in Überlebenskünsten unterrichtet.

Doch dann stirbt der Vater unerwartet an einem Herzinfarkt und die Welt von Petty gerät vollkommen aus dem Fugen. Sie findet sich kaum zurecht, weiß nicht, wem sie vertrauen kann.
Als dann noch bei der Testamentseröffnung heraus kommt, dass sie eine Million Dollar erben soll, ist sie sprachlos. Aber so einfach gestaltet sich das leider nicht. Es sind Bedingungen an dieses Erbe geknüpft, die man sich kaum vorstellen mag. Die junge Frau ist verzweifelt, will das alles so nicht hinnehmen, doch was soll sie nur tun? Sie benötigt Geld um überleben zu können. Alles wird versucht, um irgendwie heile aus dieser Geschichte raus zu kommen.
Doch sie merkt sehr schnell, dass sie an Ihre Grenzen stößt.

Dieser Psychothriller hält was er verspricht. er geht unter die Haut, das Tempo ist mehr als rasant und man kann manchmal den sich überschlagenden Ereignissen kaum folgen. Es geht drunter und drüber, verfällt regelrecht in einen Lesewahn. Der Autor schafft es hier den Leser von der ersten Seite an zu fesseln dass man das Buch nicht mehr an die Seite legen kann. Der Spannungsbogen baut sich im ersten Kapitel schon auf und bleibt kontinuierlich oben.

Die Charaktere sind sehr interessant, vor allem Petty passt halt nicht in dieses typische Krimi/Thriller Hauptpersönchen wie man sie oft findet. Dieser Charakter könnte kaum abstrakter sein, ihr ganzes Wesen, die Art wie Sie sich verhält und Entscheidungen trifft sind spektakulär und mit nichts zu vergleichen. Ein ganz harter Kern, der nur auf überleben getrimmt ist, hart im Grunde, als sie es endlich mal zulässt, auch einen weichen, verletzlichen Kern. Genau diese Tatsache schient Sie sehr zu überraschen, da die junge Frau solche Gefühle bisher nicht gekannt hat und erst lernen muss damit umzugehen.

Kapitel haben eine ansprechende Länge, sind mit entsprechenden Wochentagen gekennzeichnet. Es gibt eine klare rote Linie damit man nicht mit Ereignissen durcheinander kommt. Die Sprache ist passend für ein Buch dieses genre und ist sehr angenehm zu lesen.

Fazit
Endlich mal ein Buch wo das Genre "Psychothriller" mal hält was es beim lesen vom Klappentext verspricht. Buch mit brisantem Inhalt, rasantem Tempo und Nervenkitzel bis zum Schluss.

Sterne
*****

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